Die Vilém Flusser Residency for Artistic Research ist transmediales am längsten laufendes Residencyprogramm und wurde 2012 gegründet. Die Residency ist eine Kooperation mit dem Vilém Flusser Archiv an der Universität der Künste Berlin (UdK), das den Nachlass des Kulturtheoretikers Vilém Flusser verwahrt. Das Programm fördert Wissensproduktion als zentrales Prinzip künstlerischer Forschung und stärkt den Dialog zwischen Wissenschaft und Kunst, Theorie und Praxis, alten und neuen Medien sowie lokalen und globalen Kontexten.
Für Vilém Flusser waren Theorie und Praxis untrennbar. Sein nomadisches Denken war geprägt von Experimentierfreude, interdisziplinären Ansätzen und dem Dialog. Anstatt nach festen Wahrheiten zu suchen, erkundete er die ästhetische Konstitution von Wahrheit im Verhältnis zu anderen. Die Residency lädt künstlerische Forschungsprojekte ein, die sich mit den Möglichkeiten und Grenzen transdisziplinärer und transmedialer Praktiken in der zeitgenössischen Kultur auseinandersetzen. Künstlerische Forschung wird hier als Erkundung der Verbindungen zwischen Ästhetik, Materialität, Politik und Geschichte verstanden. Flussers Erbe bietet eine kritische Perspektive, durch die aufkommende Technologien und ihre Genealogien untersucht werden können. Sein Denken, das häufig mit Medienarchäologie in Verbindung gebracht wird, ermutigt uns, nicht nur technologische Innovation zu hinterfragen, sondern auch die historischen, kulturellen und epistemischen Bedingungen, die sie prägen.
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Das Residency-Programm ist eine Kooperation zwischen transmediale und dem Vilém Flusser Archiv an der Universität der Künste Berlin (UdK). Das Vilém Flusser Archiv befindet sich in den Räumen des Instituts für zeitbasierte Medien. Das Archiv wird von Maren Hartmann geleitet und von Mirjana Mitrović als wissenschaftlicher Mitarbeiterin betreut. Mehr Informationen zum Archiv online .









