transmediale ist ein jährliches Festival und eine Organisation für die Entwicklung neuer experimenteller Ansätze in Kunst und digitaler Kultur in Berlin. Sie bringt Künstler:innen, Forschende, Aktivist:innen und Denker:innen mit vielfältigen Hintergründen, Erfahrungen, Kulturen und Identitäten zusammen. Seit ihrer Gründung vor fast vierzig Jahren ist transmediale tief in kritischen Praktiken verankert und setzt sich mit den politischen Dimensionen von Kunst, Technologie und digitaler Kultur auseinander. Diese Grundlagen prägen die Haltung des Festivals und machen die Redefreiheit sowie den Schutz der Freiheit der Kunst zu fundamentalen Prinzipien. Damit bekräftigt transmediale ihr anhaltendes Engagement für kritischen Dialog bei der Erforschung der Schnittstellen zwischen digitaler Kultur, Politik und Kunst.
transmediale erkennt an, dass die Diskurse im Rahmen des Festivals durch die Erfahrungen von Individuen und Gemeinschaften geprägt sind, die mit historischer und fortlaufender intersektionaler Unterdrückung konfrontiert sind. Bedingungen für einen safe(r) space für Teilnehmende, Besuchende und Mitwirkende zu schaffen, beginnt mit der Anerkennung, dass institutionalisierte Formen der Unterdrückung die Gesellschaft durchdringen und sich somit auch auf transmediale, die Organisationsstruktur und Veranstaltungen auswirken. Daher verpflichtet sich transmediale aktiv dazu, gegen Rassismus, Sexismus, Homophobie, Transphobie und andere Formen der Diskriminierung sowohl in seinen physischen als auch in seinen digitalen Räumen einzustehen. Dies schließt das gesamte Festivalprogramm ein und erfordert zudem ein aufmerksames Zuhören und Lernen von den spezifischen Erfahrungen marginalisierter Gruppen – seien es Teilnehmende, Besuchende oder Mitarbeitende –, um die Organisation und ihre antidiskriminierenden Maßnahmen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dieses Engagement ist Teil eines umfassenderen Einsatzes für Gerechtigkeit und Inklusivität innerhalb des Festivals und seiner Strukturen.
Was wir unterstützen und wofür wir uns einsetzen
transmediale setzt sich für safe(r) spaces ein, in denen vielfältige Ausdrucksformen von Kunst sowie Rede- und Meinungsfreiheit im Einklang mit den Werten von gegenseitigem Respekt und Achtsamkeit gefördert werden. Unser Ziel ist es, ein Festival zu gestalten, bei dem sich alle Beteiligten in ihren grundlegenden Bedürfnissen nach Geborgenheit, Ausdrucksfreiheit und respektvollem Austausch gesehen und gehört fühlen. Alle Teilnehmenden und Besuchenden sollten das Recht haben, das Festival – sowohl vor Ort als auch online – frei von Diskriminierung oder Belästigung zu erleben, unabhängig von persönlichen Merkmalen wie Geschlechtsidentität oder -ausdruck, sexueller Orientierung, ethnischer Zugehörigkeit, Behinderung, körperlichem Erscheinungsbild, Körpergröße, Alter, Religion, sozioökonomischem Status, sozialem oder kulturellem Hintergrund, Nationalität oder Geburtsort.
Wir erinnern alle Teilnehmenden und Besuchenden daran, einander mit Respekt und Fürsorge zu begegnen und die individuellen persönlichen Grenzen anderer zu achten. Als Festival und Organisation mit Sitz in Berlin, die vorwiegend mit einem internationalen Publikum arbeitet, trägt transmediale Verantwortung gegenüber ihren Online- und Offline-Communities. Das Einstehen für Ausdrucksfreiheit und respektvollen Umgang beinhaltet auch die Ermutigung zur Äußerung und das Aushalten einer Vielzahl von Meinungen, einschließlich solcher, die für bestimmte Gruppen als kontrovers, unangenehm, bedenklich oder herausfordernd empfunden werden können.
Was wir nicht akzeptieren
Die Verwendung abwertender Sprache sowie jegliche Form von Belästigung, Rassismus, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit, Sexismus, Transphobie, Ableismus, Queerfeindlichkeit, Klassismus oder jegliches andere diskriminierende oder unterdrückerische Verhalten werden nicht toleriert. Wir verurteilen jede Form von Gewalt oder Bedrohung gegen Einzelpersonen oder Gruppen – unabhängig davon, ob sie beim Festival anwesend sind oder nicht.
Aufrufe zu Hass, Mobbing oder die Verbreitung negativer Stereotype gegenüber Einzelpersonen oder Gruppen werden nicht geduldet. Das Überschreiten der Grenzen eines respektvollen Diskurses oder jegliches diskriminierende Verhalten kann zum Ausschluss von den transmediale Veranstaltungen führen.
transmediale als Kulturorganisation in Deutschland
transmediale ist eine öffentlich geförderte, gemeinnützige Organisation mit Sitz in Berlin und eingebettet in den spezifischen kulturellen und historischen Kontext Deutschlands. Wir bitten Festivalgäste und Teilnehmende, sich der geltenden Gesetze und Vorschriften des Bundeslandes Berlin sowie Deutschlands bewusst zu sein, da diese auch für die Veranstaltungen von transmediale gelten.
Kontaktiert uns
Wenn ihr einen Verstoß gegen diesen Verhaltenskodex oder eine andere unangenehme Situation bei einer transmediale Veranstaltung beobachtet oder erlebt, gibt es drei Möglichkeiten, uns zu kontaktieren: Ihr könnt unser Infocounter- und/oder Awareness-Team ansprechen, uns eine direkte Nachricht über Telegram @transmediale_team senden oder uns per E-Mail an hello[at]transmediale.de schreiben.
Meldungen können mit oder ohne Angabe von Informationen zur eigenen Person oder den beteiligten Personen eingereicht werden. Alle Berichte werden vertraulich, zeitnah und mit größtmöglicher Sorgfalt behandelt. Die betroffene Person wird angemessen in alle Entscheidungen und Maßnahmen einbezogen. Diese Richtlinie gilt während des gesamten Festivals und für alle unsere Aktivitäten. Wir erwarten von allen Teilnehmenden, dass sie dazu beitragen, eine sicherere und respektvolle Umgebung für alle Beteiligten an den Festivalorten und bei transmediale bezogenen Veranstaltungen zu gewährleisten.
transmediale behält sich das Recht vor, Personen, die gegen diesen Verhaltenskodex verstoßen, (dauerhaft) vom Festival auszuschließen, ohne Anspruch auf Rückerstattung des Tickets.
Awareness ist ein Prozess
Um ein respektvolles Umfeld in unserem geteilten Raum zu gewährleisten, bilden wir uns als Organisator:innen kontinuierlich weiter und ermutigen alle, dies ebenfalls zu tun. Durch die Auseinandersetzung mit vielfältigen Perspektiven und Literatur zu verschiedenen Formen der Diskriminierung streben wir danach, einen informierten und sensiblen Ansatz zu entwickeln. Dieses kontinuierliche Lernen steht im Einklang mit unseren Werten von Inklusivität und Respekt, fördert Empathie und soll eine Atmosphäre schaffen, in der sich alle willkommen fühlen.
Auch wenn wir innerhalb unseres Teams daran arbeiten, weitestgehend sichere und respektvolle Räume während des Festivals bereitzustellen, gelingt uns dies nicht immer vollständig. Euer Feedback ist daher jederzeit willkommen, denn es hilft uns, für die Zukunft zu lernen. Bitte kontaktiert uns dafür jederzeit unter hello[at]transmediale.de oder über Telegram @transmediale_team .