Haus der Kulturen der Welt (HKW)
3 – 7 February 2010
Im transmediale.10 Salon koexistieren diesmal drei interdisziplinäre Bereiche nebeneinander. Ein gemischtes Programm aus Vorträgen, laufender Projektarbeit und öffentlichen Workshops beleuchtet das Festival-Thema FUTURITY NOW! mit Blick auf die zentrale Frage nach den Möglichkeiten einer freien Kultur. Mit dem Augenmerk auf dem Prozesshaften, sind Theorie und Praxis im Salon gleichermaßen dazu eingeladen Handlungsmöglichkeiten und Zukunftsstrategien für ein globales Netzwerkzeitalter zu erkunden.
Wie bereits bei vergangenen Festivals wird es auch diesmal wieder ein kuratiertes Vortragsprogramm im K1 des HKW geben. Diskutiert werden Begrifflichkeiten und Methoden aus der digitalen Kunst, der Politik und Gesellschaft, die im Hinblick auf das Verständnis einer Vielzahl von Zukunftskonzepten relevant erscheinen. Durch die Ausstellung zahlreicher prozessorientierter Projekte wird sich das HKW Foyer in einen 'Futures Exchange' verwandeln. Jeden Tag wird es dort ganztägig öffentliche Aktivitäten, Fragerunden und Präsentationen geben. Hacktivists und Tool-Frickler, Bastler und Tüftler können sich zudem in den von verschiedenen Künstlern angebotenen transmediale.10 Salon Workshops die Hände schmutzig machen, mit der Essenz von FUTURITY NOW! spielen, experimentieren, sie sichtbar machen, sie einfangen...
Eingerahmt wird das gesamte Salonprogramm vom sog. Free Culture Incubator, einem ganzen Komplex aus partizipativen Veranstaltungen unter der konzeptuellen Leitung von Ela Kagel: Die Medienaktivistin, freie Kuratorin und Initiatorin von Upgrade! Berlin hat Experten an den Schnittstellen von Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft eingeladen, auf der transmediale.10 gemeinsam ein Wirtschaftsmodell für das Kulturunternehmen der Zukunft zu entwickeln.
Die Salon Talks stellen im transmediale.10 Programm einen zentralen Ort für den kulturellen Dialog und Diskussion über strategisch relevante künstlerische Positionen und neue Formen der digitalen Praxis dar. Hier betrachten wir die Zukunft als ein Mem – also ein aktiv gestaltbares, kulturelles Verhaltenselement – und Künstler, Theoretiker und Experten werden angesichts einer Vielzahl künstlerischer, kultureller und gesellschaftlicher Plateaus über die Bedeutung von FUTURITY NOW! diskutieren.
An jedem Festivaltag werden die Salon Talks im K1 des Haus der Kulturen der Welt eines der folgenden Themen auf den Tisch bringen: Mal geht es um neue künstlerische Arbeitsweisen angesichts der omnipräsenten sozialen Netzwerke im Web 2.0, mal um die wieder erwachte kulturelle Begeisterung für den Mond oder kulturelle Strategien gegen die Kontrolle der Medien, die versteckte Psychogeografie Berlins oder den Einfluss von Vilém Flusser auf die transaktionalen Künste.
Weitere Gesprächsrunden finden täglich im Rahmen des von Ela Kagel kuratierten Free Culture Incubator statt: Behandelt werden die verschiedenen Bereiche der Freien Kultur und die strukturellen und organisatorischen Aspekte von unabhängigen Kulturunternehmen.
Am Mittwoch, den 4. Februar gibt es schliesslich noch die Sub-Konferenz PHUTURAMA, bei der FUTURITY NOW! von der Warte des spekulativen Design und der Science Fiction unter die Lupe genommen wird.


