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  • Haus der Kulturen der Welt (HKW) / Safi Faye Saal
Biraddali Dancing on the Horizon
Passes and single tickets
IRL / presential

Biraddali Dancing on the Horizon dokumentiert einen Prozess des auf Ahnenwissen basierten, intergenerationellen Lernens. Ausgangspunkt ist eine rituelle Reise, die Ra mit ihrer Lehrerin und Kollaborateurin Sitti Airia Sangkula Askalani-Obeso unternommen hat. Während sie die Geschichte des Pangalay übermitteln, erforschen Ra und Obeso die Kulturen und Strukturen von Bewegungspraktiken im Sulu-Archipel sowie deren Beziehung zu vorkolonialen Vorstellungen von Geschlecht und Identität. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Figur des bantot oder bayot, der eine transfeminine Person bezeichnet.

Eine Fabulation entfaltet sich, in der ein himmlisches Wesen, das einer Frau mit Flügeln und übernatürlicher Schönheit ähnelt—im gesamten Sulu-Gebiet als Biraddali bekannt—sich durch Dialog und Träume offenbart. Aus dem Tausug oder anderen Samal-Sprachen übersetzt als „Engel“ oder „Himmelsjungfrau“, gelten die Biraddali als Himmelswesen mit der Fähigkeit, ihre Gestalt zu verändern. Während dieser imaginativen Passage werden der Tanz des Pangalay und die Figur der Biraddali symbolisch miteinander verknüpft. Ra interpretiert die Biraddali als eine trans, nicht-menschliche Figur und als Ursprung dieses Tanzes. Der Film entwickelt Bewegungssprachen, die Vokabulare von Geschlecht mit kolonialen Realitäten der Vergangenheit und Gegenwart in der Asien-Pazifik-Region verbinden. Eine von Tati au Miel komponierte Filmmusik begleitet das Werk.

Im Anschluss an die Vorführung findet ein Gespräch zwischen Bhenji Ra, Tati au Miel und Liz Gre statt.

Mit Unterstützung der Botschaft von Kanada in Berlin.