Die neuen Blockchains, die sich als Nährboden libertärer Ideologien und mit starken Ambitionen in den Bereichen Wirtschaft und Governance erwiesen haben, sind zum Zentrum der Kommodifizierung digitaler Kunst geworden. Unlock erforscht die Reibungen zwischen einem nicht ersetzbaren digitalen Objekt – etwas, das auf einer sogenannten unveränderlichen Blockchain nicht „ausgetauscht“, d. h. verändert werden kann – und den Konflikten zwischen festem und dynamischem Code. Dabei erkundet Constant Dullaart die Grenzen von NFTs als offen zugängliche Ware. Im Versuch, das betrügerische Umfeld spekulativer Blockchain-Protokolle zurückzugewinnen, tauchen Fragen auf wie: Kann eine physische Interaktion ein NFT tatsächlich verändern? Kann das Eigentum an einem NFT einen Zugang zu etwas im digitalen oder vielleicht sogar physischen Raum ermöglichen? Kann ein NFT verkauft werden, auch wenn sich später sein Kontext und Bedingungen ändern könnten?
Mit freundlicher Unterstützung des Mondriaan Fund.
Constant Dullaarts künstlerische Praxis seziert den Grenzbereich zwischen Kunst und Technologie. In seinen Projekten untersucht der niederländische Künstler, wie das Internet unsere Beziehung zu Kunst und Bild beeinflusst und manipuliert hat.



