Solidarity Economies Lab
Led by Sepp Eckenhaussen and Geert Lovink

July 2026 – January 2027

Silvio Lorusso, Shouldn’t You Be Working?, 2016

Können wir uns eine Kunstwelt vorstellen und organisieren, die für die in ihr arbeitenden Menschen wirtschaftlich nachhaltig ist?

Die Kunstökonomie macht einige Wenige obszön reich, lässt aber die meisten Kunstschaffenden in Armut zurück. Viele digitale Innovationen und Disruptionen der vergangenen Dekade haben versprochen, die wirtschaftliche Lage von Kulturarbeiter:innen zu verbessern und dennoch scheinen sie nur noch prekärer zu werden. Wie ist das möglich? Und, wichtiger noch: Wie lässt sich das verändern? Die Dringlichkeit ist offensichtlich, doch im täglichen Trott der Kulturwirtschaft bleibt oft wenig Zeit oder mentaler Raum, um über diese Fragen nachzudenken. Mit dem Solidarity Economies Lab schaffen wir einen Raum, um radikale Alternativen zu durchdenken und auszuprobieren.

Das Lab möchte ein eigenes kollaboratives Wirtschaftsmodell entwickeln, das auf die spezifischen Bedürfnisse seiner Kohorte zugeschnitten ist: eine Gruppe praktizierender Kunstschaffender. Dazu werden die Teilnehmenden im Lab bestehende Modelle der Wertschöpfung und -umverteilung untersuchen. Zur Auswahl stehen Plattformkooperativen, rotierende Fonds, kulturelle Verlagsprojekte, NFTs, DAOs, Community-Währungen, Grundeinkommensexperimente, faire Vergütungsrichtlinien sowie Berufs- und Sozialgewerkschaften. Die Teilnehmenden wählen gemeinsam ein Modell aus, um es auf Basis geteilter Interessen und Dringlichkeiten weiterzuentwickeln.

Im Oktober 2026 kommt die Gruppe für einen dreitägigen Design Sprint in Berlin zusammen. Das Ziel besteht nicht nur darin, das gewählte Modell zu verfeinern oder besser zu verstehen, sondern es auch ernsthaft für eine langfristige Umsetzung vorzubereiten. Der daraus hervorgegangene Vorschlag wird bei der transmediale im Januar 2027 präsentiert und von diesem Zeitpunkt an gemeinsam weitergetragen.

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LAB PARTICIPANTS