installation
Ruined Assembly

AdK / Hanseatenweg
January – March 2027

Über die gesamte Ausstellung hinweg verhält sich Ruined Assembly wie eine bauliche Infrastruktur, die durch die Praktiken von Künstler:innen, Forscher:innen und Kulturinstitutionen erweitert wird.

Unter den zunehmend fragilen, instabilen Bedingungen, in denen Kulturinstitutionen existieren, überdenkt Ruined Assembly vergangene Praktiken des Teilens institutioneller Infrastruktur und fragt, welche Gegenpraktiken ausgetauscht werden können, um den Bedingungen zu widerstehen, die Asymmetrie und Instabilität hervorbringen. Die Installation beherbergt das öffentliche Programm der Ausstellung und bietet Besucher:innen einen Raum, um zu verweilen, sich zu begegnen und Zeit zu verbringen.

Ruined Assembly ist aus elektrischen Kabeln und archivarischen Überresten zusammengesetzt, die aus dem eigenen materiellen Archiv von transmediale stammen – Objekte, Materialien und Rückstände, die sich über frühere Ausgaben angesammelt haben. Ihr Zustand als Überreste macht sie zu Archiv und Ruine zugleich: materielle Spuren von Infrastrukturen, die in ihrer ursprünglichen Form nicht mehr existieren. Ruined Assembly reaktiviert diese Fragmente und fügt sie vorübergehend zu einer anderen Konfiguration zusammen.

Die Installation umfasst zwei Formen des Mappings. Die erste, Dark Net, ist das Ergebnis einer Recherche, die auf einer forensischen Methodik technologischer und extraktiver Abhängigkeiten beruht und von Oleksii Minko, Fernando Morales de la Peña und Antonina Stebur entwickelt wurde.

Die zweite ist eine Karte der Gegenpraktiken, die von Institutionen und Initiativen aus instabilen politischen und ökonomischen Kontexten erstellt wurde, die zu Beginn der Ausstellung an einem kollektiven Mapping-Prozess teilgenommen haben. Beide Karten konzentrieren sich auf die Regionen Ukraine, Pakistan, Griechenland, Iran, Kazakhstan, Chile und die Demokratische Republik Kongo. Sie verbinden diese Orte und halten dabei die Spannung zwischen allgegenwärtigen extraktiven Infrastrukturen und der Möglichkeit alternativer Praktiken.

Curatorial research into the transmediale archive: (1) Foyer, transmediale 2016 (2) Design Media Lounge, transmediale_03 (3) Video Fest 92, catalogue cover

PROGRAMM

Das Ruined Assembly Gathering am 28. Januar lädt sieben Kulturinstitutionen ein, die seit Jahrzehnten in instabilen politischen und ökonomischen Kontexten arbeiten, die von Krieg, Repression, politischen Turbulenzen, technologischen Asymmetrien und extraktivistischen Ökonomien geprägt sind.

Der Raum beherbergt zudem ein öffentliches Abschlussprogramm gegen Ende der Ausstellungslaufzeit, am 26. und 27. Februar, das gemeinsam mit dem MOST Magazine kuratiert wird.

Das Abschlussprogramm wird vom Adam-Mickiewicz-Institut unterstützt. Weitere Informationen zum Zeitplan folgen in Kürze.

Teilnehmende Kulturinstitutionen und Initiativen