Exhibition
Purgatory EDIT
Liberation Archives for the Cyborgs of Now

silent green / transmediale studio
9 Jan – 2 Feb, 2025

Ali Akbar Mehta, Purgatory EDIT

Purgatory EDIT (2022 – fortlaufend) ist eine multimediale Installation und Cyberperformance, die auf einem Medienarchiv mit über 40.000 Einträgen basiert, die Formen von Gewalt, Konflikt und Trauma repräsentieren. Dieses öffentlich zugängliche, durchsuchbare Bewegtbildarchiv, das aus Kriegsvideos, Spiel- und Dokumentarfilmen, Werbespots, Wochenschauen, Landschaftspanoramen, Homevideos und anderen Medieninhalten zusammengestellt wurde, zeugt von hegemonialer (Post-)Repräsentation und der Verherrlichung von Gewalt im visuellen und filmischen Vokabular. Die Installation lädt Teilnehmende dazu ein, zu erkunden, wie digitale Technologien unterschwellige visuelle Manipulationen, Reizüberflutungen, Datenmüdigkeit, psychologische Reaktionen und ideologische Erstarrung erzwingen, indem sie via einem Brain-Computer Interface (BCI) und einer vom Künstler entwickelten Software, das Archiv mit ihren eigenen emotionalen, neurologischen und Kognitiven Kräften untersuchen.

  1. Ali Akbar Mehta, Purgatory EDIT

    Installation at transmediale studio

  2. Ali Akbar Mehta, Purgatory EDIT

    Installation at transmediale studio

Die Installation wird im Rahmen der transmediale 2025 (near) near but — far , präsentiert. Die 38. Ausgabe von transmediale untersucht wie Algorithmen unser menschliches Bedürfnis nach Verbindung (ver)formen, indem sie trügerische Formen von Nähe (proximity) als Ersatz für tatsächliche Vertrautheit (closeness) vorantreiben.

Purgatory EDIT ist außerdem Teil der Gruppenausstellung UnNatural Encounters , die vom 9. bis 19. Januar 2025 in silent green Kulturquartier stattfindet. Was können künstlerische Perspektiven sichtbar machen, was uns reine Daten und Fakten nicht vermitteln können? Wie gelingt es der Kunst, das erfahrbar zu machen? Können Kunst und Technologie gemeinsam neue Formen der Kommunikation, Empathie, Verbundenheit und Verantwortung für unsere Umwelt entwickeln? Diesen Fragen widmen sich im silent green Kulturquartier elf ausgewählte Arbeiten, die zwischen 2022 und 2024 im Rahmen der europaweiten Residenzprogramme der European Media Art Platform (EMAP) entstanden sind.

Purgatory EDIT wurde von Ali Akhbar Mehta, in Zusammenarbeit mit Jernej Čuček Gerbec, Palash Mukhopadhyay und Anoushkaa Bhatnagar erstellt, mit zusätzlichen Inputs von Sanyam Varun, Adnan Mirza, Pruthu Parab, Aditya Rokade, Koshy Brahmatmaj, Anjni Gupta, and Yuki Elias.

Purgatory EDIT wird von transmediale 2025 in Zusammenarbeit mit European Media Art Platform (EMAP) und silent green Film Feld Forschung präsentiert. Die Arbeit ist im Rahmen der E.U. geförderten EMAP Residency 2024 bei Werkleitz entstanden. Mit zusätzlicher Unterstützung vom Finnland-Institut sowie von Taiteen Edistämiskeskus (2021) und Kone Säätio (2023-26).