Exhibition
alien matter
kuratiert von Inke Arns, von der LOTTO-Stiftung Berlin mitfinanziert
Haus der Kulturen der Welt (HKW)
2 February – 5 March 2017

Die Ausstellung alien matter befasst sich mit den neokybernetischen Kopplungen von Menschen, Lebewesen und Techniken, von humanen und nicht-humanen Kräften – und setzt sich mit den Verschiebungen innerhalb dieses Machtgefüges auseinander. Technologien sind zu einem selbstverständlichen Bestandteil der neuen Objektkulturen geworden, die uns umgeben. alien matter richtet den Blick somit nicht auf etwas, das erst in ferner Zukunft entsteht, sondern auf einen Teil unserer Gegenwart. Die Künstler_innen der Ausstellung zeigen, inwiefern unsere vermeintlich vertraute Umgebung bereits heute zu einer fremden Materie geworden ist.

"alien matter", transmediale special exhibition 2017

Sie ist das Ergebnis einer zunehmenden Naturalisierung technologischer Artefakte. Die von Technologie durchzogene Umwelt führt zu einer neuen Beziehung zwischen Mensch und Maschine: Die bislang als reine Gebrauchsgegenstände definierten technischen Objekte werden zu autonomen Akteuren. Durch ihre Lernfähigkeit und Vernetzung stellen sie die bislang vorherrschende deutliche Trennung zwischen passiven Objekten und aktiven Subjekten infrage. Die 30 ausstellenden Berliner und internationalen Künstler_innen setzen sich in alien matter mit den Verschiebungen innerhalb dieses Machtgefüges auseinander und beschäftigen sich mit der Frage, inwiefern unsere vermeintlich vertraute Umgebung zu fremder Materie geworden ist. Die Arbeiten gruppieren sich inhaltlich um vier thematische Schwerpunkte: Künstliche Intelligenz, Plastik, Infrastruktur und Internet der Dinge – Subkategorien der im Entstehen begriffenen großen Maschine, die, folgt man Günther Anders, als zukünftig antiquierte bezeichnet werden können.

exhibition Katalog