Neema Githere ist Autorin, Künstlerin und Guerilla-Theoretikerin. Ihre kuratorische und forschende Praxis untersucht die digitale Diaspora, vernetzte Re-Existenz und die Poetik technologischer Präsenz, mit einem Fokus auf Afropresentism – eine Untersuchung darüber, wie marginalisierte Gemeinschaften Gegenerzählungen im digitalen Raum schaffen. Ihre Arbeit bezieht sich auf die Dekanonisierung digitaler Methoden, kollektives Archivieren und radikale Imagination durch partizipative und sozial engagierte Formate. Seit frühester Jugend hat sich Neema über das Internet in die Welt hineingeträumt und versteht ihre Arbeit als ein Prototyping von Relationalität-als-Kunst – durch Experimente, die sich über Kuration, Community-Organising, Social Design, Reisen und Bildproduktion erstrecken. Seit 2016 entwickelt Neema eine forschungs- und körperbasierte Praxis, beginnend mit dem Projekt #digitaldiaspora – inspiriert von Anna Everetts Digital Diaspora: A Race for Cyberspace –, das in über 20 Länder reiste, um zu erforschen, wie afrodiasporische Kunst- und Kulturschaffende neue Identitäten online und offline artikulieren.