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Elisa Barth
Im Kern kein Nein

In seinem Essay stellt Giuseppe Torre fest, dass die Funktion "No" im Lexikon der Codierung und Programmierung fehlt. Ausgehend von dieser Beobachtung stellt sich der Autor eine ausschließlich digitale Welt vor und fragt: Wenn Betriebssysteme nur "Yes/Akzeptieren" als Antwort haben, wie kann dann Verweigerung entstehen? Drei Thesen materialisieren sich als drei Unmöglichkeiten der Verweigerung. Von dieser spekulativen, gänzlich digitalisierten Welt kehrt Torre in unsere digital vermittelte Gegenwart zurück und denkt über die Möglichkeiten und Grenzen der Verweigerung und damit des radikalen Wandels nach.

Teil eins

PROGRAM NAME: “No”

REPEAT print “n” + carriage return; UNTIL the program is terminated

END⁠1

Teil zwei

Das obenstehende Programm „No“ lässt sich über die Computershell aufrufen, indem man „no“ schreibt und mit Enter bestätigt. Dann gibt der Computer eine endlose Reihe von „n“ aus – eins pro Zeile –, bis die Benutzer:in das Programm beendet.

Torre no program

Ich habe dieses Programm geschrieben und es in eine inoffizielle Release der GNU Core Utilities eingefügt. Die GNU Core Utilities⁠2 sind eine Sammlung grundlegender Befehlsprogramme, die zu jedem UNIX-Betriebssystem gehören. Diese Programme werden in der Computershell, dem Befehlszeileninterface, aufgerufen, um verschiedene grundlegende Funktionen eines Betriebssystems auszuführen. Zum Beispiel listet das Coreutil „ls“ alle Dateien des aktuellen Verzeichnisses auf, oder das Coreutil „mv“ verschiebt eine Datei von einem Verzeichnis in ein anderes.

Hier die komplette Liste der GNU-Coreutils: [ b2sum base64 base32 basenc basename cat chcon chgrp chmod chown cksum comm cp csplit cut date dd dir dircolors dirname du echo env expand expr factor false fmt fold ginstall groups head id join kill link ln logname ls md5sum mkdir mkfifo mknod mktemp mv nl nproc nohup numfmt od paste pathchk pr printenv printf ptx pwd readlink realpath rm rmdir runcon seq sha1sum sha224sum sha256sum sha384sum sha512sum shred shuf sleep sort split stat sum sync tac tail tee test touch tr true truncate tsort tty uname unexpand uniq unlink vdir wc whoami yes

Den yes-Befehl habe ich hier hervorgehoben, um auf einen aus meiner Sicht merkwürdigen Umstand hinzuweisen: Die offizielle Sammlung der GNU Core Utilities beinhaltet einen yes-Befehl, jedoch keinen für „nein“. Nun füllt der Befehl „no“ diese Lücke… gern geschehen!

Das Fehlen des Coreutil „no“ in den offiziellen GNU Core Utilities liegt nicht an mangelndem Willen, sondern an seiner fehlenden Bedeutung. Um das zu verstehen, müssen wir uns sein Gegenstück ansehen, das yes-Coreutil. Der yes-Befehl gibt (ähnlich wie mein „no“) eine endlose Reihe von „y“ (anstatt „n“) aus, gefolgt von einem Zeilenumbruch. Die Notwendigkeit dieser Funktion lässt sich anhand eines Anwendungsbeispiels begreifen. Wird der Befehl (durch das Symbol |) in ein Skript eingebunden, wird bei dessen Ausführung jede Frage, die im Skript vorkommt, mit „y“ beantwortet (also: ja). Stellen wir uns zum Beispiel vor, dass ich ein Skript ausführen möchte, mit dem mehrere Programme hintereinander auf meinem Computer installiert werden, und dass das Skript für jedes einzelne Programm in der Liste von mir verlangt, mit dem Buchstaben „y“ den Wunsch zum Fortfahren des Installationsvorgangs zu bestätigen. Dann würde mein Befehl in einem Unix-Terminal so lauten:

yes | install-dies-das.sh

Da der yes-Befehl nichts anderes tut, als eine endlose Liste von „y“ auszugeben und weil er durch das gesamte Skript install-dies-das.sh durchläuft, wird immer, wenn das Skript eine Frage stellt, die automatische Antwort auf jede (!) Frage „y“ (also: ja) sein.

Wie in Critical Code Literatur betont wird, lässt sich bei genauer Betrachtung des Codes und der Programmierweisen selbst in der Trivialität eines Programms wie „yes“ die dahinterliegende Kultur offenlegen, aus der ihre jeweilige Utility hervorgeht.⁠3 Für die yes-Utility steht dieser Frage-Antwort-Austausch im Zusammenhang mit einer stillschweigenden Konvention, entsprechend der – wie in unserem Beispiel – die Frage gestellt wird: „Möchten Sie fortfahren?“ und nicht: „Möchten Sie eher nicht fortfahren?“ Es ist eine ungeschriebene Regel beziehungsweise Vorgehensweise, der wir alle außerhalb der Installationsroutine und den Befehlszeileninterfaces zumeist in der Form „bestätigen/akzeptieren“ begegnen und nicht in der Form: „Möchten Sie nicht die AGBs vielleicht etwas genauer lesen?“ Ein Befehl, der automatisch alles abnicken würde, wäre für all diese anders gestellten Fragen natürlich kontraintuitiv. So scheint die komplette digitale Maschine von ihren grundlegendsten Ebenen an, auf denen die Core Utilities arbeiten, um ein implizites, aber auch eindeutiges „yes/akzeptieren“ herum aufgebaut zu sein. Worin liegt nun der Sinn des no-Befehls? Technisch gesehen, gibt es keinen. Wenn Sie ein Skript starten, das dann automatisch einer Routine folgt, durch die es angehalten wird (weil alle Fragen des Skripts mit „n“ beantwortet werden), warum würde man so ein Skript überhaupt erst verwenden?! In dieser Hinsicht ist das Coreutil „no“ eher eine Core(f)utility.⁠4 Doch als Geste, die nämlich das Fehlen einer grundlegenden Geste der Verweigerung im Bauplan eines Betriebssystems kenntlich macht, kommt ihm die Rolle zu, etwas auszusagen oder zumindest einen Warnhinweis zu geben. Daraus ergibt sich die Frage: Wie steht es um den Raum für eine Verweigerung innerhalb digitaler Infrastrukturen?

Teil drei

Wie das Thema der transmediale zeigt, leben wir in einem historischen Moment, in dem der Funke dessen, was Herbert Marcuse in Bezug auf die Proteste von 1968 „die große Weigerung“ genannt hat, weltweit die Massen in ihrer Ablehnung des Status quo und ihrer Forderung nach einer besseren Welt wieder anheizt. Wie 1968 sehen wir auch heute Proteste gegen Polizeigewalt gegenüber Schwarzen Menschen, Rassismus, Genderdiskriminierung, sexuellen Missbrauch, Umweltverschmutzung, autoritäre Regime, demokratische Regierungen, Zensur und Korruption. Erneut scheint sich die Welt in einem globalen und synchronen Zustand der Agitation zu befinden. Doch vielleicht beobachten wir heute, anders als 1968, dass die Fähigkeit der vorherrschenden Mächte, Dissens zu tolerieren, auszuhalten und letztlich zu absorbieren, bisher ungeahnte Ausmaße angenommen hat. Vielleicht entsteht diese Widerstandskraft heute auf einzigartige Weise aus der allgegenwärtigen Fähigkeit des Systems, den Diskurs immer wieder von den grundlegenden Problematiken der systematischen Ungleichheiten abzulenken.

Innerhalb eines neoliberalen (d. h. egozentrischen) und rhizomatischen (d. h. selbstbezüglichen) Systems wurde jeder Akt der Verweigerung zunehmend erschwert und jedes Nein wird verwandelt in eine Chance für das System, ein weiteres Hindernis für die „Freiheit“ ausfindig zu machen und es zu beseitigen. Die Folge davon ist, dass wir scheinbar für und nicht gegen das System protestieren. Dennoch ist jede Verweigerung weiterhin möglich, weil sie damals wie heute ihre verhandelnde und vorschlagende Eigenschaft behält, „eine neue Kultur ins Auge [zu fassen], welche das humanistische Versprechen erfüllt, das von der alten verraten wurde“.⁠5

Was lässt sich über Verweigerungsakte innerhalb eines Systems sagen, das sich zunehmend auf eine digitale Infrastruktur stützt (und sich offenbar selbst in eine verwandeln will), die nur noch Abnicken erlaubt und Widerspruch negiert? Wäre es nicht logisch zu sagen, dass der Ausbau digitaler Infrastrukturen zwangsläufig zu einem Rückgang der Räume für Verweigerung führt? Es findet eine Beschleunigung hin zur Digitalisierung aller Aspekte unseres Lebens statt – eine Mathematisierung jeglicher Dinge –, die vielleicht noch über das hinausgeht, was Husserl in Die Krisis der europäischen Wissenschaften und die transzendentale Phänomenologie (1936) die Mathematisierung der Natur genannt hat.

Nun stellen Sie sich eine Welt vor, in der diese Beschleunigung ihre Endstation erreicht: eine vollständig digitalisierte Existenz. Eine Welt, in der Fleisch und Blut absolut überflüssig sind. Eine Welt, in der das, was der physischen Identität einer Person am nächsten kommt, ihre MAC-Adresse ist. Eine Welt, in der nicht nur die Kultur mittels Zahlen verfasst und strukturiert wird,⁠6 sondern alles andere auch. Eine Welt, in der alle Aktionen und Interaktionen Zahlen sind, die nicht die Repräsentation ihrer physischen Gegenparts in der „wirklichen Welt“ darstellen, sondern deren präzises Substitut geworden sind. Eine Welt, in der das Bild einer befreundeten Person im Videochat nicht einfach das Bild einer Freund:in, sondern die Freund:in selbst ist, weil ich sie auf keine andere Weise erleben kann, als durch die mir zugängliche, numerische (digitale) Identität. Eine Welt, in der das sogenannte Virtuelle zusammenfällt mit dem Wirklichen.

Was lässt sich über jeglichen Verweigerungsakt in einer derart zahlengetriebenen Welt sagen, in der Sinn die Form von Symbolen annimmt und stets auf sie zurückgeht und in der Semantik auf eine Syntax reduziert ist.

Gestatten Sie mir, drei Thesen zur Diskussion zu stellen:

1. These Man kann nicht ablehnen, was sich nur feststellen lässt.

Man kann 1 nicht ablehnen. Ebenso wenig kann man 1+1=3 ablehnen. Bestenfalls lässt sich für zweiteres sagen, dass die Aussage falsch ist. Doch selbst dann bestätigt man nur, dass die Aussage eine Bedeutung trägt. Sie sagen: „Es ist wahr, dass das falsch ist.“ Insofern ist man gefangen in einem Kreislauf von Aussagen, die nur affirmativ und positiv – frei von Negationen und Ablehnungen – sind, und deren Sinnhaftigkeit auf der axiomatischen Natur des Systems beruht. Dabei handelt es sich um ein System, dessen Gültigkeit in der unbeweisbaren und unhinterfragbaren Gültigkeit seiner Axiome verankert ist. Innerhalb dieser imaginären, digitalen Welt ist die numerische Form jeder Aussage oder Handlung nur der Beweis einer de facto unveränderlichen Existenz und keinesfalls eine Grundvoraussetzung für Austausch oder Vermittlung. Alles sagt, „es sagt“, oder, schlimmer noch, eingedampft auf eine Tautologie „es sagt es“. Inhalt und Bedeutung bleiben außen vor und ebenso jegliche Differenzierung zwischen Unsinn und Klugheit, richtig und falsch.

2. These Man kann nicht ablehnen, was nicht verhandelbar ist.

Wenn Verweigerung ein Verhandlungsakt ist, dann sollte eine solche Handlung innerhalb eines offenen Raumes stattfinden, der nicht a priori vorherbestimmt ist. Der Grund ist einfach: Wäre dieser Raum a priori gegeben, wären Verhandlungen nur ein Auswahlprozess (d. h. die Vereinbarung, aus der Liste der verfügbaren Optionen eine zu wählen).

Aber die digitale Welt ist nun genau diese endliche Liste an Optionen – gegeben in Form mathematischer Aussagen. Aus dieser Liste können wir nur Optionen auswählen, jedoch können wir niemals etwas anderes, das intrinsisch zum Prozess gehört, in Frage stellen (z. B. die Art und Weise, in der solch eine Liste überhaupt erst erstellt wurde). Jede Verhandlung wird nur auf eine Auswahl reduziert. In dieser Umgebung, die die Konsument:innen und Konsumkultur imitiert, spielt die Größe der Liste mit Auswahlmöglichkeiten keine Rolle. Mehr Optionen würden sicherlich einen größeren Pool für die Auswahl bieten, aber das wäre immer noch nicht genug für die Transformation einer Auswahl in Verhandlungen.

Die Möglichkeit zur Verhandlung (und damit Verweigerung) erfordert nicht nur Flexibilität jenseits auflistbarer Wahlmöglichkeiten, sondern auch die Fähigkeit, sich auf das Unbekannte, das Unerklärliche und das Unzählbare einzulassen. Doch die digitale Welt bietet keine Verhandlung. Das liegt nicht am mangelnden Willen, sondern an der zwangsläufig endlichen Logik des Digitalen, wodurch allem anderen zwangsläufig… der Zugang verweigert wird… es nicht verarbeitet werden kann… ungültige Option… nicht darstellbar (NaN).

3. These Man kann nicht mit etwas, in dessen Sprache es kein „Nein“ gibt, ablehnen.

Stellen Sie sich vor, es wäre eine endliche Anzahl Worte gegeben, mit denen man eine begrenzte Reihe von Handlungen in der Welt ausführen kann. Innerhalb dieser Reihe Tätigkeitsworte, wäre Ihnen das Wort „ja“ gegeben, um etwas zu akzeptieren, aber nicht das Wort „nein“, um etwas abzulehnen. Das ist die Welt der Mathematik und der Informatik. Das, was nämlich einem „Nein“ in der Mathematik am nächsten kommt, ist vielleicht das Symbol Ø. Aber Ø bedeutet einfach „keine Lösung“ und das lässt sich nicht wirklich als eine Verweigerung auslegen. Bestenfalls handelt es sich um einen Akt, der den Sieg über das Unbekannte behauptet, ohne dass weitere Handlungen erfolgen, die dem vorschlagenden Charakter eines Verweigerungsakts entsprechen würden. Mit einem anderen Lösungsansatz für das Problem zeigt James John Smith⁠7 (der das als Einziger explizit anspricht), dass das Fehlen des Wortes „nein“ in der Mathematik daran liegt, dass die Negation hier vielmehr in ihrer ausführlicheren Version vorliegt: „Dieser Ausdruck existiert nicht.“ Seiner Meinung nach sollte es der Mathematik zuliebe jedoch besser heißen: „Wir verstehen es noch nicht.“ Würden wir, wie Smith argumentiert, „nichtexistierend“ verwenden statt „nein“, dann wäre vielleicht auch verständlich, warum sich in unserer imaginären, digitalen Welt nichts verweigern lässt, sondern wir bestenfalls etwas „nichtexistierend“ machen können, indem wir es mit einem „ja“ löschen.

Teil vier

Wenn alles eine Zahl ist, ist alles eine Aussage, eine Feststellung (1. These). Wenn alles eine Zahl ist, ist nichts verhandelbar (2. These). Verfangen in der falschen Übereinstimmung von Digitalem und Wirklichem, zwingt uns unsere digitale Welt, im Regelwerk ihrer Sprache zu denken und zu handeln: eine Sprache, die keine Verweigerung erlaubt; eine Sprache, die nicht das Wort „nein“ besitzt (3. These).

Nichts verdeutlicht die positivistische Seele der Technologie so stark, wie die radikale Affirmation des „Ja“ und die Ausgrenzung des „Nein“! Es macht keinen Sinn, innerhalb des Digitalen zu widerstehen und ebenso wenig, das Digitale innerhalb einer digitalen Infrastruktur abzulehnen. Die Syntax des Digitalen erlaubt das nicht! In der numerischen, nicht verhandelbaren und axiomatischen digitalen Welt, kann „no“ kein Coreutil sein, sondern bestenfalls eine Core(f)utility.

Eine derart trostlose Welt, in der Verweigerungen unmöglich sind, ist nur eine imaginäre Welt. In unserer Welt ist das Digitale immer noch einfach der Versuch, etwas numerisch darzustellen. Das ist ein wichtiger Unterschied. Hat uns die Allgegenwärtigkeit des Digitalen zwar ermöglicht, uns in unserem globalen Dissens zu vernetzen, so bleibt es dennoch wichtig, sich klarzumachen, dass Dissens seine Energien in der digitalen Sphäre – da, wo ein Befehl ein Befehl und ein Klick ein Klick ist und diese Tautologien nicht zu Verweigerungen werden können – nicht ausschöpfen kann. Nachdem wir uns über das Digitale vernetzt haben, müssen wir den Diskurs wieder in die „wirkliche“ Welt zurückbringen. Nur dort, in der körperlichen Präsenz der Massen, werden wir die Perspektive und den Raum zurückgewinnen, unsere Lebensbedingungen zu hinterfragen, ihnen zu trotzen und uns ihnen zu verweigern. Nur wenn wir uns mit unserer Vergangenheit wieder verbinden, lösen wir das alten Versprechen Herbert Marcuses ein:

„Indem sie die ‚permanente Herausforderung‘ (La contestation permanente), die ‚permanente Erziehung‘ und die Große Weigerung verkünden, bezeichnen sie das Merkmal sozialer Unterdrückung selbst in den sublimsten Manifestationen der traditionellen Kultur, selbst in den spektakulärsten Erscheinungen des technischen Fortschritts. Wieder haben sie ein Gespenst erweckt (und diesmal ein Gespenst, das nicht nur die Bourgeoisie, sondern alle ausbeuterischen Bürokratien heimsucht): das Gespenst einer Revolution, welche die Entwicklung der Produktivkräfte und eines höheren Lebensstandards den Erfordernissen unterstellt, Solidarität für die menschliche Gattung herbeizuführen, Armut und Elend jenseits aller nationalen Grenzen und Interessensphären abzuschaffen und Frieden zu verwirklichen. Mit einem Wort: sie haben die Idee der Revolution dem Kontinuum der Unterdrückung entzogen und sie mit ihrer wahren Dimension verknüpft – der von Befreiung.“⁠8

*

Dieser Almanac Beitrag ist veröffentlicht in Kooperation mit der University of Limerick.

Giuseppe Torre unterrichtet in den Disziplinen der Digitalen Künste an der University of Limerick (Irland). Sein Forschungsinteresse liegt an den Schnittstellen zwischen digitalen Kunstpraktiken, Open-Source-Technologie/-Kultur und Philosophie. Diese Interessen beziehen sich auf eine Hinterfragung der Beziehungen zwischen Kunst und Technologie und haben ihn bisher dazu geführt, zu hinterfragen, unter welchen Formen und Kräften wirklich kreative Bemühungen entstehen können (oder auch nicht).

  1. 1
    Der vollständige Code findet sich auf: https://doi.org/10.5281/zenodo.5744806 .
  2. 2
    Free Software Foundation, ‚Coreutils - GNU core utilities‘, GNU Operating System, Boston 2020, https://www.gnu.org/savannah-checkouts/gnu/coreutils/coreutils.html .
  3. 3
    Nick Montfort, „The Trivial Program ‚yes‘“, 2012, https://tropetank.com/reports/TROPE-12-01.pdf .
  4. 4
    Eng. utility bedeutet neben Dienstprogramm auch Nutzen, während futility Zwecklosigkeit/Sinnlosigkeit bedeutet – mithin das Gegenteil von Nutzen. (A.d.Ü.)
  5. 5
    Herbert Marcuse, Versuch über die Befreiung, übers. von Helmut Reinicke u. Alfred Schmidt, Frankfurt a. M. 2008, S. 18.
  6. 6
    Friedrich A. Kittler, „Zahl und Ziffer“, in: Bredekamp, Horst; Krämer, Sybille (Hgs.) Bild – Schrift – Zahl. München 2003, S. 193–204.
  7. 7
    James John Smith, „How to Say ‚No‘ in Mathematics“, in: Journal of the Franklin Institute, Nr. 240/2, 1945, S. 113–122.
  8. 8
    Marcuse, Versuch über die Befreiung, a.a.O., S. 12.