1 RIEMEN
eine geschlossene Schlaufe aus flexiblem Material, die zur Übertragung mechanischer Leistung verwendet wird
Der Riemen ist der Film, der das Bild einspannt und dabei eine Form von mechanischem Druck überträgt. Der Film ist eine geschlossene Schlaufe – die Dauer ist festgelegt, an die Zeit gebunden –, aber der Inhalt ist flexibel und gehört dem/der Cutter:in und dem Publikum. Mittels menschlicher Intervention wird versucht, das Bild durch Glätten und Formen der F(r)iktion zu zähmen und zu beherrschen. Das Bild wird angeschnallt, eingedämmt und eingeengt. Es gehört dem Publikum.
Lassen Sie den Film sein eigenes Bild rahmen. Lösen Sie den Riemen, legen Sie die Zahnräder frei, nehmen Sie den Druck weg und lassen Sie sich frei ins Bild fallen.
2 VISKOSITÄT
ein Maß für den Widerstand des Fluid-Bildes gegen Verformung unter der Sch(w)erbeanspruchung des Auges des/der Cutter:in. Sie wird üblicherweise als Dicke oder Zähflüssigkeit wahrgenommen. Das Bild will sich nicht formen lassen. Die Viskosität beschreibt die innere Reibung eines Fluid-Bildes gegen das Fließen und kann als Maß für die Fluid-F(r)iktion verstanden werden.
Das Fluid-Bild leistet Widerstand gegen die Verformung unter der Belastung im Schnitt. Es ist dick und widersetzt sich dem Gießen und Formen durch menschliche Intervention. Daraus entsteht eine dickflüssige Perspektive, teils Bild, teils Cutter:in, und daraus wiederum eine statische F(r)iktion sowie eine starre Perspektive.
Überwinden Sie den Widerstand und lassen Sie das Bild sprechen.
3 BIEGEMOMENT (BM)
ist ein Maß für den Biegeeffekt, der auftreten kann, wenn eine äußere Kraft (bzw. ein Moment) auf ein Strukturelement einwirkt, in diesem Fall den Film.
Biegekraft und Distanz. Ein Moment absoluten Drucks zwischen Bild und Cutter:in.
In einer Strukturanalyse werden die Auswirkungen dieser Belastungen auf die physikalische Struktur des Bildes und seiner Komponenten bestimmt. Bei dieser Analyse sind alle Bildstrukturen zu berücksichtigen, die dem Gewicht der Gedanken und der Sichtweise des/der Cutter:in standhalten müssen.
BIEGEMOMENT-DIAGRAMM
Scher- und Biegemoment-Diagramme sind Analysewerkzeuge, die in Verbindung mit der Strukturanalyse zur Unterstützung des Strukturdesigns verwendet werden, indem der Wert von Scherkraft und Biegemoment an einem bestimmten Punkt eines Strukturelements bestimmt wird, z. B. beim Zusammentreffen von Cutter:in und Bild.
Beugen Sie sich und geben Sie Kontrolle an das Bild ab.
4 VERFORMUNG (VERSCHIEBUNG) (ABWEICHUNG)
1: Änderung von Form oder Gestalt auch: das Produkt einer solchen Änderung 2: der Vorgang des Verformens: der Zustand des Verformtwerdens 3: Änderung zum Schlechteren
In der Technik bezieht sich Verformung auf die Änderung der Größe oder Form eines Objekts (des Bildes). Verschiebungen sind die absolute Änderung der Position eines Punktes auf dem Objekt (dem Bild). Abweichung ist die relative Änderung der äußeren Verschiebungen an einem Objekt (dem Bild).
Verformung ist der Vorgang, die übliche und wahre Form von etwas zu verderben oder zu verändern – an diesem Punkt kann der/die Cutter*in auf mehr F(r)iktion stoßen.
Dies ist ein Aufruf, von starren Körpern zu fallenden Körpern zu wechseln, die sich mit dem Bild als einem Akt der absoluten Veränderung verwandt machen.
5 ELASTIZITÄTSGRENZE
ist der Punkt auf einer Spannungs-Dehnungs-Kurve, der die Grenze des elastischen Verhaltens und den Beginn des plastischen Verhaltens anzeigt. Unterhalb der Elastizitätsgrenze verformt sich das Bildmaterial elastisch und nimmt seine ursprüngliche Form an, sobald die angelegte Belastung entfernt wird.
Sobald die Elastizitätsgrenze überschritten wird, ist ein Teil der Verformung dauerhaft und nicht mehr umkehrbar. Dies wird als plastische Verformung bezeichnet.
Verformung ist ein allmählicher Versagensmodus, der im Gegensatz zum Totalversagen im Allgemeinen keine Katastrophe darstellt.
Der/Die Cutter:in sollte plastisches Verhalten zugunsten von elastischem Verhalten begrenzen. Verhindern Sie, dass das Bild starr, plastisch und spröde wird. Elastizität lässt das Bild in seinen ursprünglichen Zustand zurückkehren. Ignoranz in diesem Bereich ist ein allmähliches Versagen, bei dem langsam die Plastizität gewinnt.
Lassen Sie das Bild frei fließende F(r)iktion erzeugen, um ein Totalversagen zu vermeiden.
