transmedia '97
10․ VideoFest
Venues: Podewil
Date: 23.05 – 01.06.1997
Organisation: Mediopolis Berlin e.V.
Website: pastwebsites.transmediale.de/97/english/index.htm

CD-ROMs, videos, Internet projects, seminars, TV productions, debates, exhibits, retrospectives, workshops, experimental, documentary, and artistic work

Anlässlich seines zehnjährigen Jubiläums ändert das VideoFest seinen Namen in transmedia. Ein Blick auf das Programm macht deutlich, warum: Zum dritten Mal in Folge konzentriert sich das Festival auf Multimedia, innovatives Fernsehen und Video. Auch in diesem Jahr integrieren wir technologische Entwicklungen und philosophische Diskurse, die für diese Medienbereiche relevant sind, in das Programm: Hirnforschung, Neuroästhetik, Nanotechnologie und eine (selbst-)kritische Debatte über die inflationäre Vielfalt futuristischer Diskurse.

Vorwort zum Festivalkatalog

Zum zehnjährigen Jubiläum tritt das VideoFest unter dem neuen Namen transmedia auf. Ein Blick auf die Programmstruktur macht den Namenswechsel augenscheinlich: Multimedia, innovatives Fernsehen und Video bilden zum dritten Mal den Schwerpunkt des Festivalgeschehens. Darüber hinaus werden wir auch in diesem Jahr für diese Medienterritorien relevante technologische Entwicklungen sowie philosophische Diskurse in das Programm einbinden: Hirnforschung und Neuroästhetik, Nanotechnologie und eine durchaus selbstkritische Diskussion um die inflationäre Vielfalt futuristischer Diskurse.

Es wird zunehmend schwieriger, die Flut medialer Entwicklungen und Diskurse im Auge zu behalten und sie auf ihre Eignung für eine Festivalpräsentation zu filtern. Insbesondere wenn man - wie wir - den Anspruch hat, vor allem die Wechselwirkungen und Synergie-Effekte zwischen den einzelnen Medienterritorien ins kritische Blickfeld zu rücken.

Fast scheint es, daß die multimediale Vervielfachung der Ausdrucksformen weniger eine Bündelung von kreativen Kräften nach sich zieht, sondern eine neue Segmentierung in ein weiteres Spezialistentum zur Folge hat. Das bedeutet für uns eine Herausforderung: In erster Linie den „transmedialen" Blickpunkt einzunehmen und die Territorien übergreifend Diskurse zu initiieren. Um diesem Weitwinkel der Aufmerksamkeit gerecht werden zu können, haben wir schon bei der Konzeptionierung des Programms mit verschiedenen Experten zusammengearbeitet und für die einzelnen Veranstaltungen wieder eine Vielzahl renommierter Fachleute gewinnen können.

Der neue Termin des Festivals ist ein Experiment. Ein Schritt aus dem Schatten der großen Berlinale, zu Gunsten der Besucher, die nun nicht mehr zwischen zu vielen Angeboten auswählen müssen. An drei Tagen während des Festivalzeitraums bieten die Fachmessen Di-gital Media World und Internet World auf dem Berliner Messegelände den Besuchern Gelegenheit, auch die neuesten Mittel für die Produktion transmedialer Inhalte kennenzulernen.

Bei allen Veränderungen braucht es jedoch auch Konstanten: Zum fünften Male findet das Festival im Podewil statt, das inzwischen auch im Alltag unser Zuhause geworden ist.

  1. The Long Video Night

    transmedia 1997 catalogue scan

  2. The Last Angel of History

  3. Lost in Music: Electronic Jam

    dir. Christoph Dreher, transmedia '97 catalogue scan

Programmübersicht

transmedia ‘97 war, wie auch die vorherigen Ausgaben des Festivals, in mehrere Bereiche unterteilt: Spot (kritischer Diskurs über die Medien an ausgewählten Tagen), Focus (Sonderprogramme und Diskurs), Primetime (internationale Videos), Media Art Installations Explore! Multimedia-Ausstellung, Nightflight (Videos und Performances ab 22.30 Uhr) und die Latenight-Videovorführungen. Durch diese Sektionen integrierte das Festival auch technologische Entwicklungen und philosophische Diskurse, die für diese Medienbereiche relevant sind, in das Programm: Gehirnforschung, Neuroästhetik, Nanotechnologie und eine (selbst-)kritische Debatte über die inflationäre Vielfalt futuristischer Diskurse.

Preis

transmedia award 1997

In diesem Jahr werden Preise im Wert von 2.500 DM in den folgenden Kategorien vergeben: Video, Fernsehen und Multimedia. Ausgezeichnet werden Werke, die sich durch herausragende Kreativität auszeichnen und zur Weiterentwicklung von Video, Fernsehen und Multimedia beitragen oder die sich auf ungewöhnliche Weise mit wichtigen gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen. Darüber hinaus wird von PRO PUBLICO ein Preis in Form von Videoproduktionsdienstleistungen im Wert von 10.000 DM gestiftet.

Festivalpublikationen

Zum zehnjährigen Jubiläum tritt das VideoFest unter dem neuen Namen transmedia auf. Der Festivalkatalog enthält umfassende Informationen zu allen im Rahmen der transmedia '97 stattfindenden Veranstaltungen sowie gezeigten Werke.

Team

Mediopolis Berlin e. V. Organizer Pim Richter Board Podewil Co-Organizer Axel Bohse, Knut Gerwers, Micky Kwella (Best Boy Video), Bea Wölfling Festival Program Wolfgang Neuhaus Conception in cooperation for Spot/Focus 23.5.–25.5. Internationale Stadt Berlin Spot/Focus 31.5.–1.6. Johannes Lenz-Flawliczek Management Monika Ebert Press Steffi Müller (Guidance), Naira Bloss, Trixie Gülland Organization of the Festival Klaus Meier EDP Matthias Behrens, Andreas Hader, Hannes Ickert Technical Support Danja Swindall, Kerstin Rautenberg Counter Ulf Schleth & Erich Maas; Iedesi, Berlin WWW-Design Raimund Schlie Coordination Podewil Maximilian Stelzl Technical Support Podewil Bünck + Fehse, Martin Schramm transmedia trailer

Support

Veranstalter: Mediopolis Belrin e.V.

Danke an Akademie der Künste, British Counsil, 4, Eisfabrik Hannover, Foro Artistico, Internationale Stadt Berlin, Lettre International, Podewil

Sponsor: Apple, Berliner Kindl, Contrib.Net, Europäische Kommission, NIL, PandaSoft, Pro Publico, Siemens Kultur Program