A singularity is a point in space-time of such unfathomable density that the very nature of reality is brought into question. Associated with elusive black holes and the alien particles that bubble up from quantum foam at their event horizon, the term ‘singularity’ has also been co-opted by cultural theorists and techno-utopianists to describe moments of profound social, ontological, or material transformation—the coming-into-being of new worlds that redefine their own origins. Panelists contend with the idea of singularities and ruptures, tackling transformative promises of populist narratives, and ideological discrepancies that are deeply embedded in art and design practices. By reflecting on Afrofuturism and digital colonialism, they will also question narcissistic singularities of 'I,' 'here,' and 'now', counter the rhetoric of technological utopias, and confound principles of human universality.
...Singularität bezeichnet einen raumzeitlichen Punkt von solch unergründlicher Dichte, dass eben die Beschaffenheit von Wirklichkeit infrage gestellt wird. Der Begriff der ‚Singularität‘ wird nicht nur mit flüchtigen schwarzen Löchern und den fremdartigen Teilchen assoziiert, die an ihrem Ereignishorizont aus Quantenschaum hervor sprudeln. Er ist auch von Kulturtheoretiker_innen und Technik-Utopist_innen angewandt worden, um Momente des grundlegenden gesellschaftlichen, ontologischen oder materiellen Wandels zu beschreiben – das Werden neuer Welten, die ihre eigenen Ursprünge neu definieren. Die Podiumsteilnehmer_innen diskutieren die Vorstellung von Singularitäten und Brüchen zur Bewältigung der Verheißungen des Wandels in rechtspopulistischen Narrativen und der ideologischen Diskrepanzen, die tief in Kunst- und Gestaltungspraktiken eingelassen sind. Ihre Überlegungen zu Afrofuturismus und digitalem Kolonialismus hinterfragen auch narzisstische Singularitäten des ‚Ich‘, ‚hier‘ und ‚jetzt‘, widersprechen der Rhetorik der technologischen Utopien und widerlegen die Prinzipien der menschlichen Universalität.
Die Podiumsteilnehmer_innen ringen um die Vorstellung von Singularitäten und Brüchen, greifen die Verheißungen des Wandels in rechtspopulistischen Narrativen an und befassen sich mit ideologischen Diskrepanzen, die in Kunst- und Gestaltungspraktiken eingelassen sind.