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DARC PhD/Research Workshop: everything is a matter of distance
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IRL / presential

Als Antwort auf das transmediale-Thema 2025 reflektiert der diesjährige Research Workshop, organisiert vom Digital Aesthetics Research Center (Aarhus University) in Zusammenarbeit mit transmediale, darüber, wie aktuelle vernetzte technologische Umgebungen soziale Interaktionen gestalten, erfassen und kapitalisieren. Der Titel des Workshops bezieht sich auf ein Zitat der uruguayischen Dichterin Cristina Peri Rossi, die schmerzhaft feststellt: „In der Liebe wie im Boxen ist alles eine Frage der Distanz.“

Über zwei Tage hinweg wird der Workshop – geleitet von Mitgliedern des DARC-Teams Pablo Velasco, Magdalena Tyzlik-Carver, Søren Pold, Christian Ulrik Andersen, Nicolas Maleve und Jussi Parikka – sich mit den Zeitlichkeiten des Always-on-Seins und des FOMO-Gefühls befassen, mit Ästhetiken als Formen der Wahrnehmung von Nähe und Distanz sowie mit den Möglichkeiten für Widerstand und Kritik.

Die Teilnehmenden werden ihre laufenden Forschungsarbeiten während des Festivalwochenendes in einer kollektiven Präsentation im HKW vorstellen. Die Auswahl der Teilnehmenden erfolgte über einen Open Call im Vorfeld des Festivals.

Workshop-Teilnehmende 2025:
Minke Nouwens, Ruben van de Ven, Megan Phipps, Christoffer Koch Andersen, Tommy Shaffer, Shane Sami Itavuori, Matīss Groskaufmanis, Maja Funke, Katya Sivers, Daria Iuriichuk, Kola Heyward-Rotimi, Nico Daleman, Paul V. Schmidt und Maya Erin Masuda.

Nähe wird durch Techniken der Annäherung gesteuert – durch statistische Musterbildung von Identitäten, Kollektivitäten und affektiven Bindungen an unternehmerische Infrastrukturen. Distanz ist oft der bevorzugte Begriff kritischer Diskurse, doch in Wirklichkeit sind wir immer schon in solche Annäherungen verwickelt, involviert, adressiert und durch Plattformen sowie andere Schnittstellen affektiver Beeinflussung erfasst.

Was kann die kritische Forschung zur digitalen Kultur tun, um mit dieser Situation umzugehen – von Plattformen zu Infrastrukturen, von Interface zu Ästhetik, von Liebe zu Boxen?

Der Workshop beschäftigt sich mit historischen und zeitgenössischen Vorstellungen von Distanz in der digitalen Kultur und entwickelt gemeinsam ein Bewusstsein dafür, welche Methoden, welche kritischen Werkzeuge und welche konzeptionellen Traditionen helfen können, Nähe und Distanz neu zu begreifen.

Er orientiert sich an Autor:innen wie Johanna Drucker (2018), die für eine gestaltete Dynamik kognitiver Resonanz plädiert, die ein Gefühl des „Innerhalb-Seins“ und „Miteinander-Seins“ erzeugt. Ebenso wird Olga Goriunova (2019) herangezogen, um herauszufinden, wie Distanz auch als Ressource mobilisiert werden kann.

In Anlehnung an Goriunova wird der Workshop erforschen, wie „digitale Subjekte auch Orte der Neuerfindung, Befreiung und des Spiels sein können.“

Der Workshop wird vom Digital Aesthetics Research Center (Aarhus University) in Zusammenarbeit mit transmediale organisiert. Zudem wird er durch das SHAPE Digital Citizenship Project an der Aarhus University und das Centre for the Study of the Networked Image (London South Bank University) unterstützt.