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conversation pieces: Internet

Anan Fries, LORECORE, 2026, still

Das Internet fühlt sich häufig an wie ein Minenfeld, ein Terrain wachsender Bedrohung. Die Frage, wie man online überleben kann, ist sowohl dringlich als auch persönlich geworden: Wie lässt es sich präsent und sicher sein in einem Raum, in dem Sichtbarkeit selbst ein Risiko darstellt? Diese Frage operiert auf mehreren Ebenen, vom Intimen bis zum Infrastrukturellen, verwoben mit der zerstörerischen Natur des Plattformkapitalismus selbst. Bogna Koniors The Dark Forest Theory of the Internet (2026) kartografiert eine digitale Welt, in der Täuschung Teil des Sicherheitsprotokolls ist und neue Formen von Intelligenz durch Taktiken der Verschleierung entstehen. Was bedeutet das für das Internet der Zukunft und für unsere Handlungsfähigkeit online? Welche Protokolle, Netzwerke und gemeinsamen Bedingungen sind notwendig, um ein Internet zu bauen, das es wert ist, bewohnt zu werden? Im Austausch über das Navigieren im Internet sind Anan Fries und Noemi Garay Murcia.

Die Gesprächsreihe conversation pieces nimmt Technologien des Alltags zum Ausgangspunkt und situiert diese im Kontext des Schwimmbads. Jede Ausgabe geht von einem Text aus, der den thematischen Rahmen bildet und als gemeinsamer Bezugspunkt dient.

Anan Fries ist eine interdisziplinäre Künstlerin zwischen Basel und Berlin. Deys Praxis untersucht, wie Technologien Macht, Ideologie und das Potenzial für sozialen Wandel in sich tragen. Fries entwickelt Installationen und Performances und arbeitet regelmäßig mit HAU Berlin zusammen. Deys Videoessay Artificial Sex Ep. 1 & 2 wurde mit dem IDFA DocLab Award for Digital Storytelling sowie dem Special Jury Prize des Digital Storytelling Lab der Columbia University ausgezeichnet. Dey ist Ko-Kuratorin von New Rituals for the End of the World im HEK Haus der elektronischen Künste Basel.

Noemi Garay Murcia ist Kuratorin und Kulturproduzentin Berlin. Sie ist Co-Geschäftsführerin von Error 417 Expectation Failed , einer unabhängigen Stiftung zur Förderung zeitgenössischer Internetkunst. Seit 2020 kuratiert sie regelmäßig Ausstellungen in der panke.gallery und hat außerdem den Projektraum /rosa in Berlin mitgegründet. Ihr Fokus liegt auf Kunst, die die Bedingungen zeitgenössischer vernetzter Technologien untersucht und setzt sich mit Begeisterung für Räume ein, in denen Menschen zusammenkommen können, um netzbasierte Kunst zu erleben und zu diskutieren.

Die Gesprächsreihe conversation pieces wird kuratiert von Anna-Lena Panter im Rahmen der Kooperation von transmediale x Tropez.