Auf und außerhalb von Bildschirmen verbreitet sich Content und wird zu einem Werkzeug zur Gestaltung der Realität. Sprache verwandelt sich in einen Bildstrom, vereint sich in einem TikTok, wird in ihre emotionalen Zustände zerlegt, fließt in ein Gedicht, mündet in eine Kriminalgeschichte. Die Anziehungskraft des Contents verstrickt Fiktion und Realität und bringt neue Zyklen der Interaktion hervor.
Ausgehend von den unterschiedlichen künstlerischen Praktiken der Teilnehmer:innen wird in diesem Gespräch untersucht, wie Inhalte online funktionieren, wie ein chronischer Online-Zustand Nutzer:innen und Inhalte - erwünschte und unerwünschte - Verbindungen eingehen lässt, die in Krankheit und Gesundheit aufrechterhalten werden. Die Teilnehmer:innen untersuchen die Bereiche Fankultur, künstliche Intelligenz, Politik der Sichtbarkeit und Mythenbildung und tauschen sich über Taktiken aus, um die Grenzen digitaler Schnittstellen zu überwinden und sich das Reale wieder anzueignen.
Die Teilnehmer:innen waren Teil des 2023 Residency Programmes der transmediale. Jennifer Merlyn Scherler und Lukas Rehm waren Teil der Digital Art Residency in Zusammenarbeit mit der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia. Nadia J. Armstrong und Mac Andre Arboleda nahmen an der Residency in Zusammenarbeit mit dem Beta Festival in Dublin teil, die durch das Arts Council of Ireland International Residency Initiatives Scheme finanziert wurde.

