With the ongoing appropriation of aesthetics, terms, and strategies of counterculture from far-right groups, questions have arisen about the potential of current forms of opposition. What happens when nonconformity, transgression, and freedom of expression are used in order to formulate “alternatives” that embrace amorality, aggression, and violence? How can ideas and values driven from the left still be reclaimed and defended? In the knowledge that such phenomena and questions are by no means new, this unmoderated conversation will look into past and present culture wars. The current rise of “alternative” neonazi groups will be discussed in relation to a larger subcultural history that predates the internet and encompasses politics, visual culture, and older media. The role of the left will be addressed with reference to this battle of appropriation and the hazardous and purposefully subversive logic of new “alternatives.”
...In Anbetracht der fortwährenden Aneignung von Ästhetiken, Begriffen und Strategien der Gegenkultur durch rechtsextreme Gruppierungen stellt sich die Frage nach dem Potenzial aktueller Oppositionsformen. Was passiert, wenn Nonkonformität, Transgression und Meinungsfreiheit genutzt werden, um „Alternativen“ zu formulieren, die Amoralität, Aggressivität und Gewalt umfassen? Wie können linke Ideen und Werte noch zurückgewonnen und verteidigt werden? In dem Wissen, dass solche Phänomene und Fragestellungen keineswegs neu sind, wird dieses unmoderierte Gespräch auf vergangene und aktuelle Kulturkämpfe eingehen. Der gegenwärtige Aufstieg von „alternativen“ Neonazi-Gruppen soll im Zusammenhang mit einer größeren subkulturellen Geschichte diskutiert werden, die dem Internet vorausgeht und Politik, visuelle Kultur und ältere Medien umfasst. Die Rolle der Linken wird mit Blick auf diese Aneignungskämpfe sowie die gefährliche – und gezielt subversive – Logik neuer „Alternativen“ thematisiert.
