Der Filmtitel ist ein Zitat aus der berühmten Erzählung des argentinischen Schriftstellers Julio Cortázar, das in diesem Video immer wieder als Textzeile sowie als literarische Hommage an den Axolotl, eine der rätselhaftesten Kreaturen der mexikanischen Tierwelt, auftaucht. Übersetzt aus dem Nahuatl bedeutet der Name „Wassertier“ und es handelt sich um eine Amphibie, die in einem mexikanischen Seengebiet beheimatet ist, in dem sich heute mit Mexiko-Stadt eine der bevölkerungsreichsten Städte der Welt befindet. 360 km von Mexiko-Stadt entfernt lebt am Pátzcuaro-See, an dem auch die Purépecha beheimatet sind, eine weitere, wenig bekannte Axolotl-Art: der Achoque. Aufgrund seiner angeblich heilenden Eigenschaft, die auf seiner außergewöhnlichen Fähigkeit zur Zellregeneration beruht, zog das Tier die Aufmerksamkeit der Nonnen des historischen Dominikanerordens der Stadt auf sich. Das Aquarium der Nonnen ist nicht nur das wichtigste Zentrum für die Erhaltung und Erforschung dieser Tierart, es wird hier auch ein medizinischer Sirup aus Honig, Kräutern und den Zellen des Tieres hergestellt, der als Mittel gegen Muskelschmerzen und Atemwegsbeschwerden verkauft wird. Mit einer Sondergenehmigung des Ordens betritt Arancio die privaten und intimsten Räume des klösterlichen Lebens der Nonnen und führt uns in ihre tägliche Arbeit im Dienste der Kirche und in der Pflege der Tiere ein; eine Bühne für Akte der Anbetung, Ehrfurcht und Fürsorge.
Textadaption von Alberto Ríos de la Rosa

