Elemente aus der queeren Clubkultur, aus Liebeshotels und Reality-TV Formaten miteinander verbindend, zieht Surrender Parallelen zwischen Tanzmarathonveranstaltungen aus dem 20. Jahrhundert und der Aufmerksamkeitsökonomie des digitalen Zeitalters. Mittels der Darstellung von Teilnehmer:innen eines surrealen Tanzwettbewerbs, die von „Limitless Growth“-Energydrinks aufgeputscht werden, parodiert die raumgreifende Installation das unerbittliche Heischen um Aufmerksamkeit und die komplexen Motivationen, die Menschen dazu bringen, sich digitalen Ablenkungen hinzugeben.
In dem als Endlosschleife laufenden Film wechselt die Tanzfläche zwischen verschiedenen Szenarien – einer Zelle, einem Nachtclub, dem Bauch eines Wals, einem Gerichtssaal, einem Labyrinth, einem Laufband und einem schlagenden Herzen – und erforscht Themen wie Erschöpfung und (Selbst-)Aufgabe in der endlos konsumierenden Landschaft der Content Creation.
Mit Unterstützung von Medienboard Berlin-Brandenburg.




