"Ditch Plains opens with a dystopian scene of inert bodies lying on deserted city streets at night. Shot in the aftermath of Hurricane Sandy, the film follows the protagonists – members of Ringmasters Crew, a New York-based street dance group – as they roam through scenes of devastation in the city’s outer boroughs, while locals line up to fill their plastic cans at the gas station. Their jittering, fragmented movements, sharply edited to a jagged soundtrack, seem to turn the derelict front porches and deserted nighttime streets into a video-game backdrop. 'People don’t know how to act,' says the digitally manipulated voice of an unseen narrator. Lit by Day-Glo strips, the dancers move as if possessed, but the film's compelling urgency is rather born of dispossession: the question of how to act in a disaster zone, or in a life punctuated by stop and search, interrogation and vigilation, when actions themselves are out of your hands." (Kirsty Bell)
…
„Ditch Plains beginnt mit einer dystopischen Szene: reglose Körper, die nachts auf den verlassenen Straßen der Stadt liegen. Der Film wurde in den Tagen nach Hurrican Sandy gedreht und folgt den Protagonist_innen, Mitgliedern der New Yorker Streetdance-Gruppe Ringmasters Crew, wie sie durch Szenerien der Zerstörung in den äußeren Bezirken der Stadt streifen – während Anwohner_innen Schlange stehen, um sich ihre Plastikkanister an der Tankstelle auffüllen zu lassen. Ihre zitternden, fragmentierten Bewegungen, auf einen zerklüfteten Soundtrack abgestimmt, scheinen die kaputten Vordächer und ausgestorbenen nächtlichen Straßen in die Kulissen eines Videospiels zu verwandeln. ‚Die Menschen wissen nicht, wie sie sich verhalten sollen‘, sagt die digital verzerrte Stimme des unsichtbaren Erzählers. Die von Day Glo-Strips erhellten Tänzer_innen bewegen sich, als ob sie besessen wären; die fesselnde Dringlichkeit des Films fußt jedoch eher auf Entzug: Der Frage, wie sich in einem Katastrophengebiet handeln lässt – oder in einem Leben, das von Kontrollen und Durchsuchungen, Vernehmungen und Überwachung strukturiert wird und in dem die Handlungsmöglichkeiten nicht in den eigenen Händen liegen.” (Kirsty Bell)