In the first years of the 2000s, online DIY video cultures went through a small renaissance as the web transformed under the influence of blogging and Web 2.0, which massified access to web-based text, audio, and video publishing. In this lecture, interspersed with rare video clips rescued from now defunct blogs and services, media scholar Trine Bjørkmann Berry and Kristoffer Gansing chronicle and analyze this moment of “video blogging” as a unique phenomenon of vernacular video making. Early video tools were limited, with little or no online video distribution, and widespread incompatibilities in video production and consumption. This is not just video blogging before YouTube, it is also a matrix pointing to a mode of participation beyond corporate networks.
...Als sich das Web zu Beginn der 2000er Jahre unter dem Einfluss von Blogging und Web 2.0 grundlegend wandelte und massenhaftes Veröffentlichen von Texten, Tönen und Videos gestattete, erlebte das Amateurvideo eine kleine Renaissance. In diesem Vortrag beschreiben die Medienwissenschaftlerin Trine Bjørkmann Berry und Kristoffer Gansing anhand seltener, aus längst verwaisten Blogs und anderen Diensten geretteten Clips das Video-Bloggen als eine besondere Form des alltäglichen Filmens. Die ersten Videoausrüstungen waren in ihren technischen Möglichkeiten eng beschränkt. Videos ließen sich kaum verbreiten, weil Kameras und Endgeräte kaum kompatibel waren. Dennoch war das Video-Bloggen mehr als nur eine Vorstufe zu YouTube. Es bildete eine eigene Kultur aus und wurde zur Matrix für Partizipationsformen jenseits der kommerziellen Netze.