The ability of capitalism to secure and prolong itself lies in its inherent and continuous relationship with imagination. Divisions based on the fictitious constructions of race and nation have assisted in the establishment of asymmetrical developments and unequal progress. Notions such as speculation and risk now describe not only the processes of financial capitalism but also the precariousness of everyday life. Visions of a future driven by a sovereign past are used to justify discrimination. How can the end of capitalism be imagined when it always succeeds in reinventing itself? What are the possible responses to its recurrent forms of violence? Forging links between the past and present, the panel will explore the inequalities of today’s neoliberal agenda, the racialized histories of debt, and the possibilities of decapitalism in an attempt to radically reimagine value and values.
...Die Fähigkeit des Kapitalismus, sich beständig abzusichern und fortzuschreiben, liegt in seiner inhärenten und kontinuierlichen Beziehung zur Imagination begründet. Spaltungen, die auf fiktiven Konstruktionen von Race und Nation basieren, haben dazu beigetragen, asymmetrische Entwicklungen und ungleichen Fortschritt zu etablieren. Begriffe wie Spekulation und Risiko dienen heute nicht nur dazu, die Prozesse des Finanzkapitalismus zu beschreiben, sondern auch die Prekarität des alltäglichen Lebens. Visionen einer Zukunft, die von einer souveränen Vergangenheit zehren, werden dabei genutzt, um Diskriminierung zu rechtfertigen. Wie kann man sich ein Ende des Kapitalismus vorstellen, wenn es ihm immer wieder gelingt, sich neu zu erfinden? Was können mögliche Antworten auf wiederkehrende Formen von Gewalt sein? In dem Versuch, Wert und Werte radikal neu zu erfinden, wird das Panel Brücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlagen und sich mit den Ungleichheitsverhältnissen der heutigen neoliberalen Agenda, einer rassifizierten Geschichte der Verschuldung und den Möglichkeiten des decapitalism beschäftigen.