In discussions of technological progress, what are the affected territories, populations and workforces that tend to be forgotten? The embrace of Western Promethean thinking and the belief that “Man” can invent a solution to any problem always seem to leave certain questions unanswered. When different ongoing forms of exploitation—of both humans and resources—are not addressed, dehistoricization and universalism emerge and conceal racialized politics and economic interests. To discuss the long-standing interconnection of colonialism, racism, and capitalism, Françoise Vergès suggests the reading of a different history, that of the “racial capitalocene,” which can challenge Western approaches of knowing. In her keynote at transmediale 2018, Vergès will examine old and new forms of dispossession and colonization, reconnecting past, present, and future. Turning to intersectional, anti-capitalist, anti-racist, and anti-imperialist methodologies, she will highlight the need for a new politics of the possible—and a politics of lives that matter.
For this event, simultaneous translation to German is available via headphones.
With friendly support from ECHOO Konferenzdolmetschen.
Welche Territorien, Bevölkerungen und Arbeitskräfte geraten in Diskussionen um den technischen Fortschritt in Vergessenheit? Die Verinnerlichung des prometheischen Denkens und der Glaube, dass der Mensch eine Lösung für jedes Problem finden kann, scheinen immer gewisse Fragen unbeantwortet zu lassen. Wenn verschiedene Formen der fortwährenden Ausbeutung von Menschen und Ressourcen nicht thematisiert werden, treten Dehistorisierung und Universalismus zutage – und verbergen rassifizierte Politik und ökonomische Interessen. Um die lang bestehende Verzahnung von Kolonialismus, Rassismus und Kapitalismus zu diskutieren, schlägt Françoise Vergès die Lektüre einer anderen Geschichte vor – einer Geschichte des „rassifizierten Kapitalozäns“, die westliche Wissensansätze infrage stellen kann. In ihrer Keynote auf der transmediale 2018 spricht Françoise Vergès über alte und neue Formen der Enteignung und Kolonisation und verbindet dabei Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Mit Blick auf intersektionale, antikapitalistische, antirassistische und antiimperialistische Methodologien wird sie die Notwendigkeit einer neuen Politik hervorheben – einer Politik des Möglichen und der Leben, die zählen.
Für diese Veranstaltung wird eine Simultanübersetzung ins Deutsche über Kopfhörer angeboten.
Mit freundlicher Unterstützung von ECHOO Konferenzdolmetschen.