• Discussion
  • HKW – K1
Nefarious Values: On Artistic Critique and Complicity

After the impact of neoliberal agendas and policies on all spheres of society, disruption and crisis have become permanent states, in which the ideological and economic complicity of art-work, research and activism becomes harder to pinpoint. Often, ideas of resistance and subversion are conflated into a wider neoliberal agenda or find themselves, wittingly and unwittingly, aligned with neo-reactionary practices. How can a self-critical perspective contribute to new processes of value creation that, especially within the fields of technology and art, are not supporting politics of polarization and the general cybernetic prescription of life? Participants will discuss autocritical cultural practices in the context of the creation and destruction of value within the nexus of art, finance, science, and technology.

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Durch den Einfluss, den neoliberale Politik mittlerweile auf alle Gesellschaftsbereiche hat, sind Krisen und Zerrüttungen zu Dauerzuständen geworden, in denen die ideologische und ökonomische Komplizenschaft von Kunst, Forschung und Aktivismus zunehmend schwieriger nachzuvollziehen ist. Häufig werden Ideen des Widerstands und der Subversion einfach in eine weiter gefasste neoliberale Agenda eingebettet oder – mal absichtlich, mal unabsichtlich – an neoreaktionäre Praxen angepasst. Wie kann eine selbstkritische Perspektive zu neuen Prozessen der Wertschöpfung beitragen? Wie müssen solche Prozesse beschaffen sein, um vor allem in den Feldern der Kunst und Technologie die Politik der Polarisierung und die generelle kybernetische Lebensordnung nicht weiter zu befeuern? Die Teilnehmenden diskutieren selbstkritische kulturelle Praxen im Kontext der Schöpfung und Vernichtung von Wert und nehmen dabei das Zusammenspiel von Kunst, Finanzwesen, Wissenschaft und Technologie in den Blick.