Starting from the project Plastic Raft of Lampedusa (by YoHa, 2016–17), featured in the exhibition “alien matter,” this session discusses moments where technical objects such as watercraft and human life becomes inseparable. By dismantling the type of rubber boat used by refugees for crossing the Mediterranean, the project addresses an underexplored space where technical objects and human bodies historically and contemporaneously conjoin and merge into new entities. Placelessness is contrasted with the forms of governance, materials, and technical standards that have the power to hold a body afloat or allow it to drown. It is an extreme metaphor for our relationship to digital technologies, where bodies emerge that are in transversal collaboration with technical objects and the administrative machinery of advanced capitalism. This is not a project that is concerned with the morals of the European migrant crisis, nor is it an attempt to re-invoke the sublime of European aesthetics. This project is about a plastic boat whose journey takes place in the sea’s lack of fixity, the space between different state actors and scales of administrative discipline.
...Ausgehend vom Projekt Plastic Raft of Lampedusa (von YoHa, 2016-17), das in der Ausstellung „alien matter“ gezeigt wird, diskutiert diese Veranstaltung Momente, in denen technische Objekte wie Wasserfahrzeuge und das menschliche Leben untrennbar werden. Durch das Zerlegen eines Schlauchbootes, das an jene erinnert, auf denen flüchtende Menschen das Mittelmeer überqueren, beschäftigt sich das Projekt mit einem wenig erkundeten Raum, in dem sich technische Objekte und menschliche Körper historisch und gegenwärtig zu neuen Einheiten verbinden. Ortlosigkeit wird mit den Formen des Regierens, der Materialien und technischen Standards kontrastiert, die die Macht innehaben, einen Körper über Wasser zu halten oder ihn untergehen zu lassen. Es ist eine extreme Metapher für unsere Beziehung zu digitalen Technologien, aus der Körper hervortreten, die mit technischen Objekten und der administrativen Maschinerie des fortgeschrittenen Kapitalismus zusammenarbeiten. Dies ist jedoch kein Projekt, das sich mit der Unmoral der europäischen Migrationskrise beschäftigt, noch ist es ein Versuch, das Erhabene einer europäischen Ästhetik wieder herauf zu beschwören. Dieses Projekt handelt von einem Plastikboot, dessen Reise in der mangelnden Starrheit der See stattfindet, jenem Raum zwischen verschiedenen staatlichen Akteur_innen und Dimensionen der administrativen Disziplinierung.