If second lives have grown into the landscape of social network space and avatars engage a full range of human emotions and experience, it follows that they would eventually encounter existential questions. A plot of land is purchased in the online network of SecondLife and a simple question is asked: Where do discarded 3D objects go and can we build a dumpster to accommodate them? To find out eteam set aside a year to let this virtual land use problem unfold and what is captured in Prim Limit is the lived experience of avatars managing and recording this dumpster. The account shifts from problems of accumulating trash and, paradoxically, making it digitally decay, to existential notions and experiences of virtual life; its surfaces and beings. The narrative is told from the POV of a camera avatar who is encapsulated in a box to film the dumpster activities 24 hours a day. His records capture the stunning, if not cavernous beauty of all manner of accumulating and disappearing objects and persona. Awkward and repetitive movement abounds, acute and close up camera angles give us peculiar feelings of intimacy with other avatars. A pervading sense of impermanence, emptiness and imprisonment emerges in the mise-en-scène. This is a very contemporary Existentialist tale that is more about Wasteland than Waste, and all the very human emotions this terminal condition evokes. – Will Pappenheimer
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Wenn zweite Leben in die Landschaft unseres sozialen Netzwerks hinein wachsen, und Avatare weite Bereiche menschlicher Emotionen und Erfahrungen aufnehmen, sollten sie folglich existentielle Fragestellungen entwickeln. Ein Stück Land wird im Online-Netzwerk SecondLife gekauft und es folgt die einfache Frage: Wohin mit den ausgedienten 3D-Objekten und können wir einen Müllcontainer bauen, in den sie hineinkommen? Für einer Antwort brauchte das eteam ein Jahr, in dem sich dieses virtuelle Landnutzungsproblem überhaupt erst einmal entfalten konnte. Prim Limit dokumentiert wie Avatare diesen Müllcontainer managen. Die Darstellung wechselt vom Problem des Mülls, der paradoxerweise digital verottet, zu den existentiellen Aspekten und Erfahrungen des virtuellen Lebens, seinen Oberflächen und Wesen. Die Geschichte wird durch die Perspektive eines Kameraavatars erzählt, der allein in einer Kiste sitzt um 24 Stunden am Tag die Aktivitäten am Müllcontainer zu filmen. Seine Aufnahmen belegen die erstaunliche, wenn nicht sogar fleischliche Schönheit jeglicher Art der Akkumulation und des Verschwindens von Gegenständen und Persönlichkeit. Eine sonderbare, sich wiederholende Bewegung entsteht. Punktgenaue Nahaufnahmen vermittlen uns eigenartige Gefühle der Intimität zu anderen Avataren. Ein starker Eindruck von Vergänglichkeit, Leere und Gefangenschaft entsteht durch die Inszenierung. Prim Limit ist eine sehr zeitgenössische existentialistische Erzählung, die mehr von “Wasteland”, einem Land der Verwüstung, als von “Waste” - dem Abfall - handelt. Als Schilderung einer endzeitlichen Situation erweckt der Film alle wesentlichen menschlichen Emotionen.
(Will Pappenheimer)
