Molecular Sex

Molecular Sex

The future is often described as a toxic breakdown of the human. For Johanna Bruckner, the hybridization of the nonhuman and human is rather a starting point for the indeterminacy and queerness of being. Her video installation shows an entanglement of human, animal, technology, sex, and atmosphere in which molecularization shapes a networked world. The fluid main character is a fictitious sex bot that evokes plastic as a chemical substance impacting biological life; it further performs as a brittle star (a sea creature) as well as nanotechnological beings that distort lovemaking and gender. Pushing the limits of the human sensorium, it invents technological prostheses that redistribute the relations and patterns with which subjects comprehend the world. 

With the support of Pro Helvetia, Swiss Arts Council.


Die Zukunft wird oft als Zusammenbruch des Menschlichen geschildert. Demgegenüber betrachtet Johanna Bruckner die Hybridisierung von Menschlichem und Nichtmenschlichem als Keim einer Unbestimmtheit und generellen Grenzüberschreitung des Seins. Ihre Videoinstallation entwirft eine von Molekularisierung und Vernetzung geprägte Welt der Verstrickungen zwischen Mensch, Tier, Technologie, Sex und Atmosphäre. Die fluide Hauptfigur, ein fiktiver Sex-Bot, führt Plastik als chemische Substanz zum Manipulieren biologischen Lebens vor und entstellt in Darbietungen als Schlangenstern (ein Meerestier) oder als nanotechnische Wesen nicht nur den Liebesakt, sondern das Geschlecht gleich dazu. Mittels technischer Prothesen verändert sie die Wahrnehmungsbezüge und -muster, anhand derer Subjekte die Welt verstehen, und erweitert so zugleich die Grenzen des Wahrnehmungsapparates.

Mit Unterstützung von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung.