Press Release
Announcing 2027 Festival Curator

Wir freuen uns sehr, bekannt zu geben, dass Barbara Cueto die Festivalausgabe 2027 der transmediale kuratieren wird, die zugleich das 40-jährige Bestehen des Festivals markiert. Die Kuratorin wurde im Rahmen eines internationalen Open Calls aus einem starken Bewerber:innenfeld ausgewählt. Mit dem Vorschlag eines Programms aus miteinander verbundenen Formaten, die eine vernetzte Struktur aktivieren, bringt Cueto eine forschungsbasierte kuratorische Praxis ein, die von langfristiger Auseinandersetzung mit kritischen Technologien, dezentralen Infrastrukturen sowie Fragen von Wert und Widerstand geprägt ist.

    In meiner kuratorischen Praxis untersuche ich die Schnittstellen von zeitgenössischer Kunst, digitalen Kulturen und der Politik emergenter Technologien. Für die 40 Ausgabe stelle ich mir transmediale als ein Gitter (lattice) vor – eine Struktur, die das Gerüst bildet, auf dem Komplexität wachsen kann. Ein Gitter ist porös: Es trägt durch das, was es verbindet, und durch das, was es offenlässt. Es hält Gewicht durch Relation. Diese scheinbar leeren Zwischenräume nähren die politische Imagination digitaler Kulturen – Orte, an denen andere Zukünfte erprobt statt vorhergesagt werden können. Diese Ausgabe entwirft eine Gegen-Infrastruktur, die Praktiken, Geschichten und Communities über vier Jahrzehnte hinweg miteinander verbindet und Technologie nicht als festes System, sondern als geteilten Raum der Imagination begreift.
    — Barbara Cueto

    Barbara Cueto ist unabhängige Kuratorin, Autorin und Forscherin mit Sitz in Berlin. Sie hat weltweit Projekte für Institutionen kuratiert, darunter LAS Art Foundation (Berlin), KANAL–Centre Pompidou (Brüssel), C/O Berlin, Van Abbemuseum (Eindhoven), Fundación La Caixa (Barcelona), MMOMA für die 6 Moscow Biennale for Young Art, Asian Culture Centre (Gwangju), InterAccess (Toronto), La Casa Encendida (Madrid), Impakt Festival (Utrecht) sowie das de Appel arts centre (Amsterdam). Ihr kommendes Buch White Papers on Dissent: Rethinking Art, Value, and Resistance through Blockchain erscheint im Sommer 2026 bei MIT Press. Zudem ist sie Mitherausgeberin von Authenticity? Observations and Artistic Strategies in the Post-Digital Age (Valiz, 2017), gemeinsam mit Bas Hendrikx.

    Barbara Cueto promovierte in Cultural Analysis an der Universität Amsterdam. In ihrer Forschung untersuchte sie dezentrale Ledger-Technologien als Werkzeuge radikaler Imagination und sozialer Experimentierfelder. Sie ist Alumna des de Appel Curatorial Programme (Amsterdam) und hält einen MA in Arts Management von der Universität Maastricht sowie einen BA in Journalismus von der Universidad Complutense de Madrid.

    Cuetos Vision für die Festivalausgabe 2027 operiert über unterschiedliche Zeitlichkeiten hinweg: Sie verbindet langfristige Forschung mit laufenden öffentlichen Begegnungen und bringt historische Linien kritischer technologischer Praxis in Dialog mit zeitgenössischen Experimenten. Gegen die Erwartung einer einzigen technologischen Zukunft oder einer gemeinsamen Timeline setzt die Ausgabe auf die Vielheit des Internets und seiner Beziehungsarten.

    Barbara Cueto wurde vom Beirat der transmediale ausgewählt, dem Nora Al-Badri, Asia Bazdyrieva, Gabriele Horn und Jussi Parikka angehören.

    Barbara Cueto präsentiert einen stringenten Ansatz, der an frühere Iterationen der transmediale anknüpft und zugleich neue Perspektiven für die Jubiläumsausgabe eröffnet. Sie ist eng mit zentralen Berliner Communities verbunden und verfügt über die Fähigkeit, relevante Kooperationen über bestehende Netzwerke hinaus aufzubauen. Ihr Vorschlag stärkt das Engagement des Festivals für eine inklusive, lebendige und komplexe Ökologie von Denken und Praxis. Zusammen mit ihrer starken kuratorischen Erfahrung ist der Beirat überzeugt, dass sie gemeinsam mit der bereits ausgewählten Ausstellungskuratorin ein äußerst ambitioniertes und kohärentes Festival realisieren kann.

    Die Ausgabe 2027 fällt mit dem 40-jährigen Jubiläum der transmediale zusammen, die 1988 als VideoFilmFest gegründet wurde. Anlässlich dieses Jubiläums wird parallel zur Festivalausgabe 2027 eine Ausstellung unter der Kuratierung von Antonina Stebur an der Akademie der Künste präsentiert. Ausstellungen, die über die Festivalwoche hinausreichen, finden in einem zweijährlichen Rhythmus ergänzend zum jährlichen Festival statt.

    Bildnachweis
    Bild mit freundlicher Genehmigung von Barbara Cueto, Foto von Jong Geleerd

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    Über transmediale

    transmediale ist ein jährliches Festival und ein kritischer Raum für die Entwicklung neuer experimenteller Ansätze in Kunst und digitaler Kultur. Über das jährliche Ereignis hinaus ist transmediale eine transversale, dynamische Plattform, die ganzjährig Aktivitäten ermöglicht, darunter ein Residency Programm und das Journal. Jede Festivalausgabe konzentriert sich auf ein bestimmtes Thema im Spektrum von Kunst und digitaler Kultur, das sich in einer Vielzahl von Programmen wie Ausstellungen, Diskursformaten, Performances, Screenings und Workshops widerspiegelt.

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