2021, 16mm film transferred to digital and 4K video, 15’19’’
In Blue Light Blue gilt Anna Hawkins‘ Interesse dem blauen Licht, das von hintergrundbeleuchteten LED-Bildschirmen wie Handys, Tablets und Laptops ausgeht. Ästhetisch ist der Film angelehnt an Horrorfilme und an das Day-for-Night-Verfahren, einer in der Filmgeschichte häufig verwendeten Aufnahmetechnik, bei der bei Tageslicht gedrehtes Material mit einem starken Blaustich bearbeitet wird, sodass es wie eine Nachtaufnahme aussieht. Im gesamten Film wird die Wahrnehmung von Tag und Nacht durcheinandergebracht, und der geschützte, intime Raum des Schlafzimmers verletzt. In einem Pseudo-Horrorfilm, in dem sich Bildschirme als Spiegel, Fenster oder Lichtquellen tarnen und uns beim Blick in ihre simulierten Tiefen überwachen, wird das blaue Licht zum Protagonisten.
