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In unserem Online-Archiv findest du Materialien aus mehr als 30 Jahren transmediale. Durchsuche 12.000 Kunstwerke, Veranstaltungen, ehemalige Teilnehmer*innen und Kurator*innen sowie Texte, um unsere Festivalgeschichte zu erkunden.
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Du möchtest einen Einlick in die Organisation des Festivals bekommen und einen Blick hinter die Kulissen der transmediale 2020 werfen? Wir suchen motivierte Freiwillige, die uns unterstützen das Festival zu organisieren!

 

Wie wirken Geometrien auf uns? Welche geometrischen Formen können dabei helfen, souveräne Infrastrukturen zu überwinden und kollektiv zu handeln? Femke Snelting bespricht diese Fragen im Zusammenhang ihrer Erfahrung als Ko-Moderatorin des Study Circles Affective Infrastructures bei der transmediale 2019. Ausgehend von den vielfältigen Wirklichkeiten, Hintergründen, Generationen, Herkünften und Zeitzonen der Teilnehmenden stellt sie Versprechen von Zirkularität infrage und betont das Drängen auf Geometrien des nicht-romantischen Zusammenseins und der kontinuierlichen Veränderung. Snelting betont, dass neue Topologien nur auf der Grundlage kollektiven Begehrens und Handelns entstehen können, wenn verschiedene Beschränkungen, Unsicherheiten und Möglichkeiten berücksichtigt werden.

 

Wenn das Konzept der affektiven Infrastrukturen nicht auf physisch greifbare Systeme verweist, sondern auf unstrukturierte, körperlich spürbare Elemente, wie können wir solche Infrastrukturen dann verstehen, untersuchen und uns möglicherweise sogar zu eigen machen? Maya Indira Ganesh denkt über ihre Arbeit und Erfahrungen im Study Circle Affective Infrastructures der transmediale 2019 nach. Sie beschreibt, wie wichtig es ist, kollektiv die Fäden aufzunehmen, sie zu verweben und ihre verbindende – wenn auch möglicherweise flüchtige – Kraft anzuerkennen. Während sie an einige der behandelten Themen erinnert, sie verflicht und erörtert, lädt Ganesh uns dazu ein, die Fallstricke neoliberal vermarkteter „Achtsamkeit“ und die Gewalt der atmosphärischen Kontrolle zu überdenken. Zugleich unterstreicht sie das Potenzial neuer Formen der Zusammenkunft, die ein starres Verständnis von Zugehörigkeit überwinden.

Bewirb dich jetzt für die Vilém Flusser Residency 2020: Du kannst dein Projekt bis zum 30. Novemver über unsere Online-Plattform einreichen. 

Die feministische Philosophin Ewa Majewska hat gemeinsam mit dem Künstler Wojciech Kosma den Study Circle Uneasy Alliances bei der transmediale 2019 moderiert. In ihrem Essay beschreibt sie ihre Erfahrung, Teil dieser interdisziplinären Arbeitsgruppe zu sein, die online diskutierte und sich im Vorfeld des Festivals persönlich traf, um das Konzept des unbequemen Bündnisses zu verstehen und zugleich eines einzugehen. Ihre Beobachtungen führen zu der zentralen Frage, ob alle Bündnisse – in gewissem Maße – unbequem sind. Anstatt über die unbehagliche Lage zu klagen, die aus solchen Situationen der Zusammenarbeit erwachsen kann, will Majewska zu einem transversalen Ansatz anregen, der die Koexistenz subjektiver und kollektiver Erfahrung mit all ihren Widersprüchen ermöglicht.

Was bewirken die heutigen Infrastrukturen der Empörung eigentlich? Können Online-Diskussionen über rassistische Vorfälle dabei helfen, die historisch ungleichen westlichen Welten zu überwinden? Ausgehend von einem viral gewordenen Video vom letzten Indigenous Peoples March bespricht Lou Cornum die Probleme und Beschränktheit des heutigen anglophonen Diskurses zur Dekolonisierung. Der Beitrag greift über die Argumentationen in den Politiken der Anerkennung und Repräsentation hinaus. Er betont, dass Welten ohne Mauern, Grenzen und Gefängnisse nur gemeinsam mit jenen wirklich vorstellbar werden, die gegen sie kämpfen und die derlei Grenzziehungen vormals nicht kannten. Cornum legt nahe, dass Formen des „unbegrenzten Denkens“ erforderlich sind, um Prozesse der Dekolonisierung in Kraft zu setzen und neue Arten des Zusammenlebens entstehen zu lassen. 

 

Die 33. Festivalausgabe der transmediale erstreckt sich bis in die Mitte der Stadt: Wir ergänzen das HKW als Hauptspielort um die Volksbühne Berlin und präsentieren dort zum ersten Mal unser Symposium.

Ab sofort kannst du Early-Bird-Pässe für die transmediale 2020 E2E erwerben: Mit dem Pass erhältst du Zutritt zu allen Programmbereichen des Festivals.

Im Januar 2020 organisieren wir geneinsam mit der Forschungsgruppe KIM der HfG Karlsruhe einen Research-Workshop, um die Grenzen und Schwachstellen von KI zu untersuchen – wie sie funktioniert und scheitert. Reicht bis zum 10. November eure Vorschläge ein!

Wo liegen die Grenzen solidarischen Handelns und einer fortschrittlich-libertären Weltsicht? Wo liegen die Grenzen eines aktivistischen Lebens? In den heutigen erhitzten Debatten ist es von Bedeutung, wer für wen spricht, von wo aus und in welchem Moment. Das beginnt die westliche liberale Welt gerade erst in einem notwendigen Projekt der dekolonial überarbeiteten Bildung zu lernen. In den hier versammelten kurzen Reflexionen der Aktivistin Carolina García Cataño fließen solche Fragen in den oft hektischen Lebensfluss des Alltags ein – zwischen Medien, Netzwerken und Menschen. Widersprüchliche Politiken werden hier zur belebten Wirklichkeit und finden häufig Ausdruck in Unbehagen. Auf solche Gefühle wird heute oft spontan mit Verärgerung reagiert. Doch García Cataño zeigt die Möglichkeit alternativer Reaktionen und schließt ihre Überlegungen mit einem Aufruf zum freudvollen Widerstand.

Die achte Ausgabe des Open-Access-Journals APRJA unter dem Titel Machine Feeling ist gerade erschienen: Sie ist das Ergebnis unserer langjährigen Zusammenarbeit mit der Universität Aarhus, mit der wir jährlich einen Research/PhD-Workshop zum jeweiligen Festivalthema organisieren. Der Call for den kommenden Workshop unter dem Titel Research Networks läuft noch bis zum 30. September. 

Date: 
01.02.2020
Format: 
Discussion

Depths and Densities berichtet von einem Workshop während der transmediale 2019, den Jara Rocha, Femke Snelting und Helen Pritchard im Rahmen ihres Langzeitprojektes Possible Bodies geleitet haben. Possible Bodies, ein widerständiges praxisbezogenes Forschungsprojekt, arbeitet mit „dem Körper“ als komplexer konkreter und gleichzeitig fiktionaler Entität. Darüber hinaus erforscht das Projekt ihn im Zusammenhang mit technologischen Infrastrukturen und Techniken wie Tracking, Modelling und Scanning. In ihrem Report berichtet Jara Rocha über die Ergebnisse dieses trans*feministischen Experiments, in dem gemeinsam Open Source-Anwendungen zum Geo-Modelling untersucht wurden. Besonderer Fokus lag auf den verschiedenen Regimen, unter denen das Geo-Modelling operiert: wie Wahrheit, Repräsentation, Sprache oder politische Ideologie. Als Verweis auf das Ziel des Workshops – die extraktivistische Tendenz von Werkzeugen zur Erdvermessung und -berechnung zu stören und umzulenken – wurde der Bericht in Form eines Fehlerberichts verfasst.

 

Der PhD-Workshop Machine Feeling reagierte auf das Thema der transmediale 2019 und beschäftigte sich mit der Fähigkeit von Technologien, Gefühle und Erfahrungen im Fluss zu erfassen und zu strukturieren. 

Verbunden mit dem Festivalthema der transmediale 2020 stellt der nächste PhD/Research-Workshop die Frage, wie wir über Netzwerke unter postdigitalen Bedingungen denken und was dies für die Forschung bedeutet. Reicht jetzt eure Vorschläge ein! 

Seiten

/artwork

Takashi Ikegami
Keiichiro Shibuya
Year: 
2006
Format: 
installation
Edition: 
2008

/event

Related participants: 
Supersilent
Stian Westerhus
Joshua White
Nick Hallett
Ana Matronic
Alyson Denny
Doug Pope
Seth Kirby
Date: 
01.02.2012
Format: 
Performance

/person

/text

Ein ganz besonderes Stück Netzkunst wird die transmediale 2013 BWPWAP beehren. Das Festival wird das erste Netzkunst Rohrpost Projekt beherbergen: PNEUMAtic circUS. Dabei handelt es sich um eine raumübergreifende Interaktion zwischen einem großen Netzwerk internationaler Netzwerker und den Zuschauern, Aktivisten und Künstlern, die beim transmediale Festival zugegen sind.