White Balance

White Balance

Date: 
03.02.2018 16:00
Festival edition: 
2018
Format: 
Screening
Location: 
Lecture Hall

Moderiert von Florian Wüst

Om, John Smith, UK 1986, 4'. Your Blood is as Red as Mine, Julika Rudelius, NL 2004, 16'. White Balance (to think is to forget differences), François Bucher, US 2002, 32'. House of Women, Michelle Williams Gamaker, UK 2017, 14'. Ayhan and me, belit sağ, NL/TR 2016, 14'.

Die Anschläge des 11. September 2001 und die daraufhin begonnenen Kriege in Afghanistan und im Irak markieren historische Einschnitte, die das Alltagsleben in weiten Teilen der Welt nachhaltig veränderten. Der massenmedialen Repräsentation von 9/11, dessen Bilder sich im kollektiven Gedächtnis nicht nur der USA festgesetzt haben, widmete die transmediale.04 ein Screening, unter anderem mit White Balance (to think is to forget differences) des kolumbianischen Künstlers François Bucher. Die Wiederaufführung von Buchers Videoessay bildet einen inhaltlichen wie formalen Ankerpunkt für dieses Filmprogramm über kulturelle Stereotype und Racial Profiling, staatlich sanktionierte Gewalt und Zensur in der Kunst. Dabei spielen die Praxis des Fotografierens und Filmens von Gesichtern und die selbstreflexive Auseinandersetzung mit Identität und Sprache eine wesentliche Rolle, um die unmögliche Grenze zwischen Fakt und Fiktion sowie die Wirkmacht unhinterfragter Annahmen und Sichtweisen vor Augen zu führen.

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