Vilém Flusser Residency for Artistic Research

22.10.2014

Vilém Flusser Residency for Artistic Research

Das Programm ist Teil der über das Jahr verteilten Aktivitäten der transmediale reSource. Ziel ist es, eine nachhaltige Struktur für Feedback, Forschung und Reflexion zu bilden, deren Resultate in die Entwicklung der jährlichen Festivalthemen einfließen. Für das Programm suchen wir künstlerische Forschungsprojekte, die aktiv die gesellschaftlichen Möglichkeiten und Grenzen von transdisziplinären und transmedialen Situationen untersuchen. In diesem Sinne verstehen wir die künstlerische Forschung als eine Untersuchung der Verbindungen zwischen Ästhetik, Materialität und Politik. Mehr lesen

Das Vilém Flusser Residency Program for Artistic Research ist Teil der über das ganze Jahr verteilten Aktivitäten der transmediale/resource. Für das Residenzprogramm stellt Wissensproduktion ein Leitprinzip dar, an dem sich das Konzept künstlerischer Praxis orientieren soll – als Dialog zwischen unterschiedlichen Standpunkten, zwischen Wissenschaft und Kunst, Labor und angewandter Forschung, alten und neuen Medien, globalen und lokalen Organisationsformen.

Theorie und Praxis waren für Vilém Flusser untrennbar miteinander verbunden. Sein nomadisches Denken war geprägt von einer Philosophie der Standpunkte. Im Vordergrund stand das experimentelle Austesten unterschiedlicher Denkwege und die Verknüpfung verschiedener Disziplinen und Methoden. Nicht die Suche nach der einen Wahrheit, sondern das Spiel mit Wahrheiten und ihren ästhetischen Konstitutionen stellte eine wichtige Leitlinie seiner Philosophie dar.

Mit dem Residenzprogramm suchen die transmediale und das Vilém Flusser Archiv künstlerische Forschungsprojekte, die aktiv die gesellschaftlichen Möglichkeiten und Grenzen von transdisziplinären und transmedialen Situationen untersuchen. Künstlerische Forschung wird in diesem Sinne als eine Untersuchung der Verbindungen zwischen Ästhetik, Materialität und Politik verstanden. Durch die zweimonatige Residency werden Projekte und Arbeiten in unterschiedlichen Entwicklungsstadien unterstützt, von einer ersten Konzeption bis hin zu signifikanten Weiterentwicklungen bereits bestehender Projekte.

Der Call für das Residenzprogramm wird jährlich im Herbst veröffentlicht. Die Residency findet im Folgejahr zwischen Mai und Juli statt.

Das Residenzprogramm ist eine Kooperation zwischen dem Vilém Flusser Archiv der Universität der Künste (UdK) Berlin und der transmediale, Festival für Kunst und digitale Kultur Berlin. Das Vilém Flusser Archiv befindet sich in den Räumlichkeiten des Instituts für zeitbasierte Medien und beherbergt und betreut den Nachlass des in Prag geborenen Kulturtheoretikers Vilém Flusser. Es steht unter der Leitung von Prof. Maren Hartmann und wird wissenschaftlich von Anita Jóri betreut.

Artist in residence 2019: Luiza Prado de O. Martins
The Councils of the Pluriversal: Affective Temporalities of Reproduction and Climate Change
https://www.luiza-prado.com

Artists in residence 2018: Viktorija Šiaulytė and Marta Dauliūtė
Good Life
http://lastproject.eu

Artists in residence 2017: Demystification Committee
Offshore investigation vehicle
http://demystification.co/mmittee/

Artists in residence 2016: Morehshin Allahyari und Daniel Rourke
#Additivism
http://additivism.org/manifesto

Artists in residence 2015: Valentina Karga und Pieterjan Grandry
Market for Immaterial Value
http://www.marketforimmaterialvalue.com/

Artist in residence 2014: Rosemary Lee
Molten Media
http://rosemary-lee.com/

Artist in residence 2013: Pinar Yoldas
An Ecosystem of Excess
http://www.pinaryoldas.info

Artist in residence 2012: Georgios Papadopoulos
Iconographies of the Drachma; Speculations on Symbolic Value
http://georgiospapadopoulos.info

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