Video Palace #44 – The Hidden Universe

Video Palace #44 – The Hidden Universe

Year: 
2017
Festival edition: 
2017
Format: 
installation
Joep van Liefland – Video Palace #44 – The Hidden Universe
Joep van Liefland – Video Palace #44 – The Hidden Universe

Holzregale, ca. 20.000 VHS-Kassetten, Leuchtstoffröhren u. a. (begehbare Skulptur)
Dank an den Creative Industries Fund NL
Courtesy: Joep van Liefland & Galerie Gebr. Lehmann, Dresden

Die Außenwände der raumfüllenden Skulptur Video Palace #44 – The Hidden Universe bestehen aus Regalen, gefüllt mit VHS-Kassetten – toten Medien aus schwarzem Plastik, beklebt mit handgeschriebenen Etiketten. Die Skulptur ist ein medienarchäologisches Monument, welches das rasante Veralten von Trägermedien in Szene setzt und damit auch das Thema der 30. transmediale – ever elusive – aufruft. Joep van Liefland hat die fortlaufende Serie Video Palace bereits im Jahr 2002 begonnen: Während die Skulpturen zu Beginn noch als voll funktionierende, billig aussehende Videotheken konzipiert waren, haben diese im Laufe der Zeit ihre Funktion verloren und dienen heute als Resonanzräume für obsolete Medien. Hinter der mit Technikwerbung beklebten Glastür tut sich in Video Palace #44 ein verstecktes Universum auf: ein Raum mit diffusem Licht – eine dunkle Junggesellenmaschine, mit welcher der Künstler der VHS-Videokultur der 1980er Jahre ein Denkmal setzt.

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