Swoon Motion

Swoon Motion

Year: 
2015
Festival edition: 
2017
Format: 
installation
Katja Novitskova – Swoon Motion
Katja Novitskova – Swoon Motion

Elektronische Babyschaukel, Polyurethanharz, Kabelbinder, Display-Clips, Anti-Stressbälle, verspiegelte Glastropfen, Fallrohr-Filter, Rendering eines Protein-Modells, Hochleistungsmagnete
Sammlung Halke
Courtesy: Katja Novitskova & Kraupa-Tuskany Zeidler, Berlin

Katja Novitskovas Skulptur Swoon Motion besteht aus dem freigelegten Gerüst einer elektronischen Babyschaukel, an dem zusätzliche Objekte angebracht wurden. Die Schaukel kann den Herzschlag der Mutter wiedergeben oder Kinderlieder singen – und auch ihre Wiegebewegungen erscheinen auf unheimliche Weise menschlich. Die Künstlerin reflektiert in ihrer Arbeit die Rolle von Servicerobotern, die den Menschen zukünftig – auch im buchstäblichen Sinne – von der Wiege bis ins Grab begleiten könnten. In Swoon Motion kommen die in der Ausstellung versammelten Themenbereiche Künstliche Intelligenz, Internet der Dinge und Plastik auf exemplarische Weise zusammen. Gleichzeitig verweist dieses Werk, das Novitskovas gegenwärtiges Interesse für Roboterästhetik widerspiegelt, auch auf ihre früheren Arbeiten: Das über die Schaukel gelegte computergenerierte Bild eines Protein-Modells referenziert Novitskovas Praxis des „zirkulationistischen“ Arbeitens mit Bildern aus dem Netz, mit dem sie größere Bekanntheit erlangt hat.

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