Speisekino #16 – Blockbuster Video: transmediale in-between

Speisekino #16 – Blockbuster Video: transmediale in-between

Ex-Video World shop front, Beusselstr, Moabit. Photo by transmediale.
Ex-Video World shop front, Beusselstr, Moabit. Photo by transmediale.

Für die 16. Ausgabe der diesjährigen Speisekino-Saison präsentiert die transmediale eine Video-Lecture über die alltäglichen Videokulturen in Moabit/Sprengelkiez, Grenzen überschreitendes Essen und ein transmediale "in between festivals"-Screening. | 19.September 2014, 19:00 (Beginn, Essen um 19:30 für 5 €, Filme um 21:00) im ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik. |

Blockbuster Video: transmediale in-between
Speisekino Moabit #16
19. September 2014, Beginn 19:00
19:30 Abendessen (5 €, „First-Come-First-Served“)
21:00 Filmvorführung (kostenlos), Ende gegen Mitternacht
ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik, Siemensstraße 27, 10551 Berlin

 

Kuratiert von Kristoffer Gansing und Marcel Schwierin
Abendessen serviert von raumlaborberlin

 

Gezeigt werden:
Das Magische Band – The Magic Tape (de 1959), Ferdinand Khittl (Deutsch mit englischen Untertiteln)
Verschiedene Filme von Leopoldplatz bis Beusselstraße
A Story for the Modlins (es 2012), Sergio Oksman (Englisch)

 

Das Event findet in englischer Sprache statt.

 

Über „Blockbuster Video”
transmediale ist ein Festival und Projekt, das in den Zwischenräumen von Kunst, Medien und Alltagskultur stattfindet. In diesem Sinne bewegt sich dieses Speisekino Moabit über Grenzen hinweg: geografische, mediale, ästhetische und kulinarische. Mit gefundenen Filmen von Moabits Straßen rund um den Westhafen bis zu „Big Data“-Archäeologien präsentieren der künstlerische Leiter der transmediale, Kristoffer Gansing, und der Filmkurator der transmediale, Marcel Schwierin, ein Screening, das das afterglow-Thema vom letzten Festival mit den Themen der transmediale 2015 CAPTURE ALL verbindet. Um dieses kinematische Erlebnis zu ergänzen, zu verstärken und vielleicht sogar zu verstören, servieren Mitglieder des raumlaborberlin-Teams ein thematisches Essen.

 

Programmdetails
Kristoffer Gansing wird in „Blockbuster Video” einen Performance-Video-Vortrag zur Erforschung von alltäglichen Videokulturen rund um den Westhafen halten, der eine städtische Mediengeographie vom Leopoldplatz bis zur Beusselstraße spannt. Er untersucht die aussterbenden Schauplätze der örtlichen Mediendistribution und bringt Filmclips von Material aus Videoläden, von Flohmärkten, Supermärkten und anderen mehr oder weniger unsichtbaren Vertriebsstellen mit. Bei diesen ausgewählten „afterglow“-Materialien wurde Offline-Systemen der Beschriftung und Sortierung besondere Aufmerksamkeit geschenkt, so zum Beispiel auf Post-Its und Videoetiquetten geschriebene Nachrichten und Codes. Damit knüpft der Vortrag an das kommende transmediale Festival 2015 CAPTURE ALL an, indem er versucht, die Wichtigkeit von Metadaten in der Zeit vor dem Cloud-Computing und von informellen Archiven des Medienkonsums und der -distribution herauszustellen.
Der Vortrag wird von zwei Filmen eingerahmt, die von Marcel Schwierin ausgewählt wurden. Der erste, Das magische Band (The Magic Tape) von Ferdinand Khittl, würdigt das aussterbende Medium des Magnetbandes und ist gleichzeitig eine unheimliche Vorahnung der heutigen von Daten geprägten Gesellschaft. Der letzte Film des Abends, A Story for the Modlins von Sergio Oksman, ist ein Beispiel dafür, wie man aus Medienfragmenten eine Narrative zusammenbasteln kann und zeigt dies anhand des Porträts eines Familienlebens, das in Abgeschiedenheit und zwanghafter Selbstvermittlung geführt wird.

 

Über das Speisekino Moabit
Speisekino ist ein Open Air-Kino, das jeden Freitag von Juni bis Mitte September Filme mit einem Dinner oder ein Dinner mit Filmen präsentiert. In Kooperation mit eingeladenen Kuratoren und Köchen stellt das ZK/U ein umfangreiches Programm zusammen. Behandelt werden Killerbienen, Anarchien, kulturelle Gedenkfeiern, Fußball und weitere Themen. Die Formate reichen von „Trash“ über partizipative Workshops zu Dokumentationen, manchmal sogar zu Live-Musik. Dazu gibt es absurdes, unübliches, überraschendes oder gänzlich normales – auf jeden Fall immer leckeres – Essen.

 

Über raumlaborberlin
Seit 1999 existieren die langjährigen transmediale Partner von raumlaborberlin als Arbeits- und Aktionsgemeinschaft für Architektur und Urbanismus. Neben eher konventionellen Tätigkeiten im Bereich Architektur, kümmern sich die acht Mitglieder auch um Stadtplanung, Design von öffentlichen Orten und künstlerische Installationen. Bei diesem Abend im ZK/U werden sie ein leckeres Essen servieren.

 

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