Singularities

Date: 
05.02.2017 12:00
Format: 
Panel
Location: 
Auditorium

Moderiert von Morehshin Allahyari und Daniel Rourke

Singularität bezeichnet einen raumzeitlichen Punkt von solch unergründlicher Dichte, dass eben die Beschaffenheit von Wirklichkeit infrage gestellt wird. Der Begriff der ‚Singularität‘ wird nicht nur mit flüchtigen schwarzen Löchern und den fremdartigen Teilchen assoziiert, die an ihrem Ereignishorizont aus Quantenschaum hervor sprudeln. Er ist auch von Kulturtheoretiker_innen und Technik-Utopist_innen angewandt worden, um Momente des grundlegenden gesellschaftlichen, ontologischen oder materiellen Wandels zu beschreiben – das Werden neuer Welten, die ihre eigenen Ursprünge neu definieren. Die Podiumsteilnehmer_innen diskutieren die Vorstellung von Singularitäten und Brüchen zur Bewältigung der Verheißungen des Wandels in rechtspopulistischen Narrativen und der ideologischen Diskrepanzen, die tief in Kunst- und Gestaltungspraktiken eingelassen sind. Ihre Überlegungen zu Afrofuturismus und digitalem Kolonialismus hinterfragen auch narzisstische Singularitäten des ‚Ich‘, ‚hier‘ und ‚jetzt‘, widersprechen der Rhetorik der technologischen Utopien und widerlegen die Prinzipien der menschlichen Universalität.

Die Podiumsteilnehmer_innen ringen um die Vorstellung von Singularitäten und Brüchen, greifen die Verheißungen des Wandels in rechtspopulistischen Narrativen an und befassen sich mit ideologischen Diskrepanzen, die in Kunst- und Gestaltungspraktiken eingelassen sind.

share