Resonant Memory Traces/ Nightline Institut für Medienarchäologie

Resonant Memory Traces/ Nightline Institut für Medienarchäologie

Date: 
31.01.2007 (All day)
Edition: 
2007
Format: 
Performance
Location: 
Akademie der Künste

An diesem Performance-Abend präsentiert das österreichische Institut für Medienarchäologie (IMA) unter dem Titel ‘Nightline’ verschiedene Künstlerinnen, Künstler und Kompositionen: Rebekah Wilson war über mehrere Jahre als Netochka Nezvanova als Fiktion unterwegs. Benannt nach einer Romanfigur von Fjodor Dostojewski geisterte die ausgebildete Komponistin durch das Netz, als Enfant terrible, als Anti-Popstar, als Ikone. Zu ihrer Identität als Rebekah Wilson fand sie den Weg zurück In ihre Heimat Neuseeland. Mit der Performance ‘A History of Mapmaking' verwendet sie das Cello live als Klangerzeuger und zur Manipulation digitaler Klangereignisse. (Komposition und Aufführung: Rebekah Wilson). Die Performance ‘4:3’ bewegt sich auf den Spuren der Experimente von Leo Theremin (Lev Sergejewitsch Termen), der in den 30er Jahren in seinem Studio in New York mit der Avantgardefilmerin Mary Ellen Bute Licht und Klang zu ‘Lichtmusik’ verknüpfte. Seine Ideen der unmittelbaren Verflechtung von Licht, Klang und Bewegung eröffnen heute, Im Zeitalter digitaler Technologien, neuerlich ein spannendes Forschungs- und Experimentierfeld. (Komposition und Elektronik: Elisabeth Schlmana, Flöte: Cordula Bösze, Terpsiton: Elena Golovasheva, Instrumentendesign: Andrej Smirnov). Mit ‘ghostengine - Sprechen ohne Sprache’ versuchen sich zwei Schriftstellerinnen an einer Kommunikation ohne Sprache. Das Theremin, eines von wenigen Musikinstrumenten, das vom Musiker ohne körperliche Berührung gespielt wird, ist hier ‘Sprachinstrumenf, das Liesl Ujvary und Ann Cotten experimentell und voller Neugierde erforschen. Zusätzlich spielen sie auf dem Kaosspad (ein Effektgerät für Musik) und dem Laptop, um die Klänge des Theremins noch einmal zu filtern. Es entstehen Kompositionen, die ein Panorama menschlicher Existenz entwerfen: direkt, ergreifend, nonverbal. (Theremin und Elektronik: Liesl Ujvary und Ann Cotten). In den Turntable Improvisationen' von Ushi Reiter, die durch Live-Visuais von Starsky begleitet werden verbinden sich Plattenkratzen, Nadelaufsetzen und Soundfetzen zu einem Dialog mit statischen Soundwellen und Raum. Das Ausgangsmaterial der Performance greift auf Soundmaterial des 20. Jahrhunderts zurück, das ausschließlich von Frauen produziert wurde.

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