Pieces and Love All to Hell

Production country: 
ca
Year: 
2011
Duration: 
60 min
Festival edition: 
2012
Format: 
installation
Dominic Gagnon. Pieces and Love All to Hell
Dominic Gagnon. Pieces and Love All to Hell
„Als unangemessen melden". Der unscheinbare Button, der unter jedem YouTube Video mit einer Fahne symbolisiert wird, markiert die Grenzen der Freiheit im Internet. Einmal von anonymen Nutzern geflaggt, ist das Video, nach Prüfung durch das ebenfalls anonyme YouTube-Team, schnell und für immer verschwunden. In diesen Prozess schaltet sich Dominic Gagnon ein. Er „rettet" die geflaggten Videos vor ihrer Löschung und collagiert sie zu einer dunklen Mythologie des amerikanischen Survivalismus. Hier kommen Menschen zu Wort, die dem Staat aufs Tiefste misstrauen, die ihre Mitbürger warnen und sich bewaffnen. So entsteht ein unklares Bild. Während sich die Protagonisten vor dem allmächtigen amerikanischen Staat fürchten, weiß der Betrachter nicht so recht, was in dieser „Hölle" am bedrohlichsten ist: Die Vereinigten Staaten von Amerika, die Verschwörungstheorien ihrer bis an die Zähne bewaffneten Kritiker oder die anonyme Zensurmacht der netzbeherrschenden Konzerne. Während RIP in Pieces America (transmediale.10) überwiegend Männer zu Wort kommen ließ, widmet sich Pieces and Love All to Hell fast ausschließlich weiblichen Protagonistinnen.

 


(Image: Dominic Gagnon. Pieces and Love All to Hell)

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