Mail Art in the GDR

Mail Art in the GDR

Date: 
30.01.2013 13:00
Festival edition: 
2013
Format: 
Conference
Festival format
Location: 
HKW
K1

Dieses Panel stellt mutige Projekte aus der Vergangenheit vor: die Aktivitäten des ersten und bekanntesten Mail Artist der DDR, Robert Rehfeldt, und politisch-ästhetische Positionen anderer Netzkünstler, die stets Restriktionen zu untergraben versuchten und an der scheinbar unzerstörbaren Mauer rüttelten.

Netzwerken als direkte Form des Austauschs und der Kommunikation war Ausgangspunkt der Mail Art in der ehemaligen DDR, eine weitläufige ästhetische Bewegung, die ihren Höhepunkt in den 1980er Jahren erreichte. Ihre künstlerische Aktivität manifestierte sich in einer Großzahl Postkarten, Umschläge und von den Mitgliedern gestalteten und versendeten Briefmarken, aber auch in dem im internationalen Postsystem wachsenden Netzwerk selbst. Die in nationalen und internationalen Netzwerken engagierten Künstler nutzten den Postdienst als – wenn auch lose – Verbindung zur Welt und machten auf spielerische und gleichzeitig riskante Weise auf die den Alltag durchdringenden Widersprüche und Missstände aufmerksam. Die Verbindung zum Mail-Art-Netzwerk war für die Aktivisten gefährlich. Das Ministerium für Staatssicherheit kontrollierte die nationale Post, noch penibler überprüfte es die internationale, Mail Art wurde kriminalisiert. Jede kritische Aussage wurde zum feindlichen Akt gegen den Staat erklärt. Die von der Stasi sorgfältig geplanten Aktionen zur Verunsicherung der Szene und Gefängnisstrafen machten die Mail Art zu einer Untergrundbewegung.

 

Dieses Panel stellt mutige Projekte von damals vor: die Aktivitäten des ersten und bekanntesten Mail Artist der DDR, Robert Rehfeldt, und politisch-ästhetische Positionen anderer Netzkünstler, die stets Restriktionen zu untergraben versuchten und an der scheinbar unzerstörbaren Mauer rüttelten.

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