GreenScreenRefrigeratorAction

GreenScreenRefrigeratorAction

Year: 
2010
Festival edition: 
2017
Format: 
installation
Mark Leckey – GreenScreenRefrigeratorAction
Mark Leckey – GreenScreenRefrigeratorAction

Video, 16:25 Min.
Courtesy: Mark Leckey, Cabinet Gallery, London & Galerie Buchholz, Berlin/Köln/New York

In Mark Leckeys Arbeit GreenScreenRefrigeratorAction sinniert ein monolithischer schwarzer Kühlschrank vor einem Greenscreen über sein Dasein. Sein Monolog, der vom Künstler selbst mit digital verzerrter Stimme eingesprochen wurde, scheint den Betrachter_innen Einblicke in sein Denken zu erlauben: Der Kühlschrank erzählt von seinen täglichen Aufgaben, erklärt sich und seine Bedienfelder, seine herausragenden (Gefrier-)Eigenschaften, aber auch seine kosmologische Verbundenheit mit den Dingen, mit Sonne, Mond und Sternen. Neben Passagen aus dem Heiligen Buch der Maya, dem Popol Vuh, und einer von Calvin Tomkins verfassten Abhandlung zu Marcel Duchamp basiert der Monolog auch auf Textfragmenten aus der technischen Beschreibung des Kühlschranks. Mittels Bildersuche versucht der Haushaltsgegenstand gleich zu Beginn, „Freunde“ zu finden – Gegenstände, die ihm ähnlich sehen. Seine Suche führt ihn zu Bildern von schwarzen Limousinen, Smartphones, Spielekonsolen, Computergehäusen – aber auch von der Kaaba in Mekka. Der mehr oder weniger intelligente Kühlschrank gibt uns eine Ahnung davon, was uns im Internet der Dinge erwartet.

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