Collective Moods in Precarious Times

Collective Moods in Precarious Times

Date: 
03.02.2019 12:00
Festival edition: 
2019
Format: 
Keynote
Location: 
Auditorium

Moderiert von Devika Sharma

Was sind heute vorherrschende und im Entstehen begriffene Affekte? Welche kollektiven Stimmungen stoßen sozialen Wandel an oder erschweren diesen? Wie werden gelebte Erfahrung und praktisches Bewusstsein innerhalb von – und durch – digitale Kultur ausgedrückt? In dieser Keynote Conversation befragen Ben Anderson und Rebecca Coleman Raymond Williams' einflussreiches Konzept der „structures of feeling“ neu. Während Anderson zeitgenössische Formen von Langeweile und ihr Verhältnis zu Arbeit und Nicht-Arbeit, Aktivität und Untätigkeit in prekären Zeiten diskutiert, knüpft Coleman an Williams' Konzept an und führt den Begriff „infrastructures of feeling“ ein, um zu untersuchen, wie Affekte in digitalen Medien entstehen – und was dies für Fragen der Solidarität und des Widerstands bedeuten könnte. Indem sie die Mehrdeutigkeiten zeitgenössischer Langeweile und die Unmittelbarkeit heutiger Medien zusammendenken, ergründen die beiden Sprecher*innen, wie die Erfahrung von Gegenwart produziert, verbreitet und möglicherweise ausgesetzt wird.

Für diese Veranstaltung wird eine Simultanübersetzung ins Deutsche über Kopfhörer angeboten. Mit freundlicher Unterstützung von ECHOO Konferenzdolmetschen.

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