Breathing Solidarity

Breathing Solidarity

Date: 
01.02.2019 19:30
Festival edition: 
2019
Format: 
Screening
Location: 
Lecture Hall

Liza Johnsons Film In the Air endet mit einer akrobatischen Choreografie von Menschen, deren Leben von langem wirtschaftlichen Niedergang gezeichnet sind. Den Soundtrack zu dieser kraftvoll optimistischen Szene bildet der Dance-Hit Better Off Alone von Alice DeeJay aus dem Jahr 1998. Die zentrale Liedzeile „Do you think you’re better off alone?“ lässt sich – gemessen an der Rezeption des Songs, wie Lauren Berlant in ihrer Analyse von In the Air ausführt – als Ausdruck des politischen Wunsches interpretieren, die rhetorische in eine tatsächliche Frage zu verwandeln, in eine solidarische Praxis, die auf Achtsamkeit, Respekt und letztlich Spaß aufbaut. Vom Du zum Ich zum Wir: Die Frage, wen und was das „Wir“ einbezieht und ob es Abweichung und Differenz aushält, ist eine immerwährende Herausforderung für sowohl gewachsene als auch spontan, aus Protest und Widerstand gebildete Gemeinschaften. Im Zusammenspiel von In the Air mit Filmen von Sky Hopinka, Maha Maamoun und Lobo Mauro thematisiert das Programm die Relation individueller und kollektiver Anliegen vor dem Hintergrund immer stärker durch medialen Populismus und Autoritarismus geprägter Gesellschaften.

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